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Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 17

Mikroangiopathische Gefäßwandveränderungen lassen sich allenfalls in der MRT-Bildgebung nachweisen (z.B. mit der T1w black blood Sequenz). Selbst die Auflösung der digitalen Subtraktionsangiographie reicht für die kleinen, peripheren Hirngefäße nicht aus. Somit wird indirekt aus der Folge der Gefäßveränderungen bzw. den Parenchymläsionen und deren Verteilungsmuster auf die mögliche Ursache geschlossen. Die zerebrale Mikroangiopathie ist nicht nur [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 172025-08-12T18:58:08+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 18

Erworbene zerebrale Mikroangiopathien machen 90%, hereditäre zerebrale Mikroangiopathien machen 10% der Fälle aus. Ein fortgeschrittener Befund einer hypertensiven Mikroangiopathie kann auf eine subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie (SAE) hindeuten. Jedoch sind die Begriffe nicht synonym zu verwenden. Die SAE ist ein pathomorphologischer Befund und beschreibt eine Erkrankung, sodass der Bildbefund mit der Klinik korreliert werden muss. Die [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 182025-08-12T18:58:19+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 19

CADASIL steht für cerebral autosomal dominant arteriopathy with subcortical infarcts and leukoencephalopathy. Bei der Befundung muss das klinische Erscheinungsbild berücksichtigt werden. Hierbei unterscheiden sich die Erkrankungen maßgeblich. Patient*innen mit CADASIL sind deutlich jünger (ab dem 3. Jahrzehnt) und weisen keine typischen Risikofaktoren (wie langjähriger Hypertonus) auf. Manche Autor*innen nennen auch das Auftreten von erweiterten perivaskulären [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 192025-08-13T08:35:50+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 20

Die Manifestationen 2-4 lassen sich am besten mit der SWI oder T2* in der MRT nachweisen. Differentialdiagnose der zerebralen Mikroblutungen bei Amyloidangiopathie ist die hypertensive Mikroangiopathie. Hierbei finden sich typischerweise Mikroblutungen in den Stammganglien, Thalami, Pons und Kleinhirn. Das Bild einer zerebralen Amyloidangiopathie findet sich bei ca. 80% von Alzheimer Erkrankten. Andersrum haben 40% von Patient*innen [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 202025-08-13T08:36:53+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 21

Man unterscheidet zwischen der primären und sekundären ZNS-Vaskulitis. Bei der primären ZNS-Vaskulitis ist alleinig das Zentralnervensystem betroffen. Sekundäre Formen entstehen als Folge von systemischen inflammatorischen oder infektiösen Erkrankungen (z.B. Takayasu Arteritis, Polyarteritis nodosa, Morbus Behçet). Es können kleine, mittelgroße und große Gefäße betroffen sein. Neben der klinischen Untersuchung sind laborchemische Untersuchungen inklusive Liquordiagnostik entscheidend. Ein [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 212025-08-12T18:59:19+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 22

Das Muster lässt sich in der CT-A, MR-A oder DSA nachweisen. Die DSA besitzt die höchste Auflösung für die pathologischen Gefäßveränderungen.   ZNS-Vaskulitis DSA eines 55-jährigen Patienten mit Verdachtsdiagnose einer primären ZNS-Vaskulitis a (frontal) und b (seitlich): Angiogramme aus der linken A. carotis interna. Es zeigen sich multiple, teils langstreckige segmentale Stenosierungen und Kalibersprünge der [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 222025-08-13T08:37:44+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 23

Arteriosklerotische Gefäßveränderungen kommen deutlich häufiger vor als Gefäßveränderungen im Rahmen einer Vaskulitis. Vaspospasmen treten häufig nach einer aneurysmatischen Subarachnoidalblutung auf (Häufigkeitsmaximum zwischen Tag 4-14 nach Blutungsereignis). Das reversible Vasokonstriktionssyndrom ist gekennzeichnet durch einen Vernichtungskopfschmerz und reversible Vasokonstriktion der betroffenen Hirngefäße.   Vasospasmen nach aneurysmatischer Subarachnoidalblutung DSA eines 40-jährigen Patienten mit rupturiertem Aneurysma der A. communicans [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 232025-08-13T08:38:09+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 24

Moyamoya ist japanisch und bedeutet „nebelig“ oder „Wölkchen“. Der Name leitet sich von der Tatsache ab, dass die kompensatorischen kleinen dünnen Gefäße mit bildgebenden Verfahren wie der DSA wie ein Nebelgebilde aussehen. Patient*innen mit Moyamoya haben ein hohes Risiko für Hirnblutungen und Infarkte. Therapeutisch kann mithilfe eines neurochirurgischen Bypasses (häufig zwischen A. temporalis superficialis und [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 242025-08-13T08:38:35+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 26

Ein erhöhtes Risiko für PRES findet sich beispielsweise bei: Patient*innen mit schwerer Nierenfunktionsstörung Patientinnen mit Eklampsie/Präeklampsie bzw. postpartal Patient*innen mit Sepsis Einnahme von Immunsuppressiva (z.B. Ciclosporin)

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 262025-08-12T18:59:57+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 27

NASCET steht für “North American Symptomatic Carotid Endarterectomy Trial“. Nach NASCET wird der Grad einer Stenose in Relation zum distalen Lumen der A. carotis interna bestimmt. Den Link zu einem NASCET-Rechner findest Du hier.

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 272025-08-12T19:00:03+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 28

Wenn Zweifel an der Graduierung bestehen oder die Duplex-Sonographie erschwert ist, wird eine zusätzliche CT-Angiographie oder MR-Angiographie empfohlen. Den Link zur S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge der extrakraniellen Carotisstenose“ findest Du hier.   MR-A und CT-A zur Graduierung von Stenosen MR-A und CT-A eines 59-jährigen Patienten mit mittelgradiger Abgangsstenose der linken A. carotis interna (Pfeile) [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 282025-08-13T10:14:12+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 29

Auch beim Vorliegen einer 60-99%igen asymptomatischen Carotisstenose sollte nach der aktuellen Leitlinie eine operative Therapie erwogen werden, sofern kein erhöhtes OP-Risiko vorliegt und ein oder mehrere klinische oder bildgebende Befunde vorliegen, die mit einem erhöhten Risiko eines Carotis-bedingten Schlaganfalls im Follow-up assoziiert sind. Neben den invasiven Behandlungsoptionen werden konservative Maßnahmen empfohlen. Dazu gehört beispielsweise die [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 292025-08-12T19:00:13+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 30

Das Carotisstenting kann in folgenden Situationen gegenüber der operativen Therapie der Carotisstenose Vorteile haben: Restenosen nach Carotisendarteriektomie Radiogene Stenosen Hochzervikale Stenosen Tandemstenosen mit höhergradiger intrakranieller oder intrathorakaler Stenose Kontralaterale Parese des N. laryngeus recurrens Für das Carotisstenting werden selbst-expandierende Stents verwendet. Für die endovaskuläre Prozedur ist eine doppelte Thrombozytenaggregationshemmung (in der Regel mit Aspirin und [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 302025-08-13T08:39:31+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 1

Die WHO-Klassifikation wird laufend durch ein internationales Konsortium aktualisiert. Die erste Fassung wurde 1986 veröffentlicht. Seit 2016 sind grundlegende Änderungen vorgenommen worden, indem molekularbiologische Kriterien (z.B. IDH-Mutation) aufgenommen wurden. Zur Angleichung an die histologische Graduierung der Tumoren in anderen Organsystemen wurde in der WHO-Klassifikation der Tumoren des ZNS von 2021 die traditionelle Verwendung von römischen [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 12025-08-08T14:17:32+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 5

Pilozytische Astrozytome sind ZNS-WHO-Grad 1 Tumoren und stellen den häufigsten gutartigen Hirntumor bei Kindern und jungen Erwachsenen dar. Die häufigste Lokalisation ist das Kleinhirn (ca. 60%). Das Auftreten im Verlauf des Nervus opticus und der Sehbahn (ca. 25-30%) ist gehäuft bei Patient*innen mit Neurofibromatose Typ 1. In 2/3 der Fälle findet sich bildmorphologisch eine große [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 52025-08-09T09:21:36+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 6

Das Medulloblastom und das Ependymom haben den gleichen Altersgipfel (gehäuft bei Kindern < 10 Jahren mit medianem Alter von 3 Jahren). Beide Tumoren sind am häufigsten in der hinteren Schädelgrube lokalisiert. Wenn die Tumoren klein sind, können sie entsprechend der exakten Lokalisation besser differenziert werden: Medullobastome treten häufig am Dach des 4. Ventrikels und Ependymome [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 62025-08-09T09:46:53+02:00
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