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Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 7

Folgende Diagnostik schließt sich unmittelbar und im Verlauf an: 1. Nach der nativen CCT schließt sich eine CT-Angiographie und/oder MRT an. 2. Nach Blutungsresorption kann es hilfreich sein, die MRT zu wiederholen. 3. Eine DSA sollte bei Hinweisen auf eine vaskuläre Blutungsquelle ergänzt werden. Hier sind eindeutige traumatische intrazerebrale Blutungen (Kontusionsblutungen) ausgenommen. Bei fraglichem Trauma [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 72025-08-14T15:56:56+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 8

Das spot sign beschreibt eine Kontrastmittel-Anreicherung innerhalb der intrazerebralen Blutung. Diese kann punktförmig, linear oder verzweigt sein. Die genaue Ursache ist unklar. Diskutiert wird eine extraluminale Extravasation/Pooling von Kontrastmittel - jedoch bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass eine aktive Blutung vorliegt, da nicht alle Patient*innen mit spot sign eine Zunahme der intrazerebralen Blutung aufweisen. Ist umgekehrt [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 82025-08-14T15:47:14+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 9

Die zerebrale Amyloidangiopathie und Gerinnungsstörungen machen jeweils ca. 20% der Ursachen von intrazerebralen Blutungen bei älteren Patient*innen aus.   Atypische intrazerebrale Blutung CCT (a) und MRT des Schädels (b) eines 81-jährigen Patienten mit atypischer intrazerebraler Blutung bei zugrunde liegender zerebraler Amyloidangiopathie. Der Patient wurde zu Hause auf dem Boden liegend aufgefunden und bei Bewusstlosigkeit schutzintubiert. a: [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 92025-08-14T15:47:36+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 10

Die aktuelle Leitlinie „Behandlung von spontanen intrazerebralen Blutungen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie gruppiert die intrazerebralen Blutungen in spontane und sekundäre (sekundär als Folge einer Grunderkrankung) intrazerebrale Blutungen. Den Link der aktuellen S2k-Leitlinie „Behandlung von spontanen intrazerebralen Blutungen“ findest Du hier.

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 102025-08-14T16:02:45+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 11

Achte bei der Befunderstellung auf die korrekten Begriffe: Sinusthrombose oder Hirnvenenthrombose. Der Begriff „Sinusvenenthrombose“ ist falsch, da Sinus keine Venen sind, sondern Duraduplikaturen.   Sinusthrombose mit Stauungsblutung CCT (a) und venöse CT-Angiographie (b) einer 35-jährigen Patientin mit neu aufgetretenen Kopfschmerzen und Sprachstörung a: Die native CCT zeigt eine atypische ICB links temporal mit Perifokalödem sowie [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 112025-08-14T15:57:39+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 12

In den Standardsequenzen wie T1w, T2w oder FLAIR lässt sich der Thrombus als Blut-äquivalente Signalveränderung im betroffenen Gefäß abbilden. Das Signalverhalten des Thrombus (des Blutes) ist abhängig von dem Alter der Blutung und verändert sich im Verlauf. Je nach Stadium (Oxyhämoglobin -> Desoxyhämoglobin -> Methämoglobin -> Hämosiderin) und dem entsprechendem Signalverhalten lässt sich somit umgekehrt auf das Alter [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 122025-08-14T15:58:48+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 13

Das Vorliegen einer Diffusionsstörung (genauer gesagt hypointenser Veränderungen in der ADC-Karte) oder einer Kontrastmittel-Aufnahme ist hinweisend auf einen höhergradigen Tumoranteil (ZNS-WHO-Grad 3-4). Diese Merkmale sind nicht als absolut anzusehen - die Diagnose samt Grading wird nach Biopsie oder Resektion anhand der Histopathologie gestellt. Mit der neuen WHO-Klassifikation 2021 sind die Bezeichnungen „anaplastisches Astrozytom“ bzw. „anaplastisches [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 132025-08-09T09:52:33+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 14

Eine Liquorpunktion gibt Hinweise zur differentialdiagnostischen Abgrenzung von entzündlichen Erkrankungen, zerebralen Lymphomen, zerebral metastasierten systemischen Tumoren und Gliomen. Darüber hinaus sollten anamnestische und klinische Angaben (insbesondere Art und Verlauf der Symptomatik) in die Überlegungen der Differentialdiagnosen einbezogen werden.   Differentialdiagnose: Enzephalitis MRT des Schädels einer 62-jährigen Patientin mit rezidivierenden epileptischen Anfällen; vorbekanntes kleinzelliges neuroendokrines Karzinom [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 142025-08-09T09:52:59+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 15

Das Glioblastom ist der häufigste bösartige primäre Hirntumor bei Erwachsenen. Das Glioblastom ist ein diffus infiltrierender, hirneigener ZNS-WHO-Grad 4 Tumor und histopathologisch „IDH-Wildtyp“. Die vor 2021 gebräuchliche Formulierung „sekundäres Glioblastom (IDH-mutiert)“ existiert nach der Änderung der Klassifikation nicht mehr. Die Nomenklatur für das IDH-mutierte Glioblastom wurde in „Astrozytom, IDH-mutiert, ZNS-WHO-Grad 4" geändert. Das Glioblastom IDH-Wildtyp [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 152025-08-09T09:53:33+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 16

Die Bewertung des Krankheitsverlaufs oder des Ansprechens der Behandlung bei Patient*innen mit einem hirneigenen Tumor erfolgt mittels der klinischen Untersuchung und MRT-Verlaufskontrollen (in der Regel in Intervallen von 3-6 Monaten). Die RANO-Kriterien wurden im Jahr 2010 entwickelt und sollten bei Patient*innen mit einem hirneigenen Tumor in der MRT-Verlaufsbeurteilung Anwendung finden und in der radiologischen Beurteilung [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 162025-08-08T14:18:49+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 17

Ein nicht erkannter Pseudoprogress kann dazu führen, dass eine eigentlich effektive Therapie abgebrochen wird. In der Regel werden solche Fälle in einem neuroonkologischen Tumorboard interdisziplinär besprochen. Der Pseudoprogress tritt bei ca. 35-50% Patient*innen typischerweise innerhalb von 3-6 Monaten nach Beendigung der Radiotherapie mit konkomitanter Temozolomid-Gabe auf. Ein Pseudoprogress kann ebenfalls nach Immuntherapie auftreten. Die MR-Perfusion [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 172025-08-09T09:54:23+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 18

Bei dem Patienten lag ein primäres ZNS-Lymphom vor. Die Histologie ergab ein diffuses großzelliges Non-Hodgkin B-Zell Lymphom, welches auch dem häufigsten histologischen Subtyp entspricht. Primäre ZNS-Lymphome sind seltene, hochaggressive Hirntumore mit höchster Inzidenz in der Altersgruppe der 50- bis 70-jährigen Patient*innen. Sekundäre ZNS-Lymphome sind lymphatische Absiedlungen von fortgeschrittenen systemischen Lymphomen im ZNS. Sekundäre ZNS-Lymphome werden [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 182025-08-08T14:07:38+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 19

Primäre und sekundäre ZNS-Lymphome weisen das gleiche Erscheinungsbild der parenchymalen Läsionen auf. Sekundäre ZNS-Lymphome zeigen häufiger eine begleitende meningeale Ausbreitung (Meningeosis lymphomatosa) mit Kontrastmittel-Anreicherung der Leptomeningen, der Dura, subependymal oder entlang der Hirnnerven. Bei immunsupprimierten Patient*innen (z.B. HIV/AIDS oder nach Organtransplantation) kann das Erscheinungsbild variieren. Die Morphologie ist eher heterogen inklusive vorliegender ringförmiger Kontrastmittel-Anreicherung, Einblutungen [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 192025-08-08T14:07:53+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 20

Das Hypophysenmakroadenom tritt doppelt so häufig wie das Mikroadenom auf und ist der häufigste supraselläre Tumor bei Erwachsenen.   Zudem unterscheidet man hormonaktive und hormoninaktive Adenome.  Die bildmorphologischen Merkmale können variieren, wenn zystische Anteile, Einblutungen oder Nekrosen vorliegen. Typischerweise imponiert das Hypophysenmakroadenom solide und nimmt moderat bis intensiv Kontrastmittel auf. Das Hypophysenmikroadenom stellt sich in der [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 202025-08-09T09:54:51+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 21

Die genannten 5 häufigsten Läsionen machen 80% aller Tumoren der Sella- und Suprasellaregion aus. Weitere Läsionen sind unter anderem: Rathke-Taschenzyste Metastase Hypophysitis Hypophyseninfarkt Teratom Bei der Differenzierung der Läsionen helfen zum einen die genaue anatomische Lokalisation sowie das Ausbreitungsmuster und zum anderen das Signalverhalten in der MRT.   Supraselläres Meningeom MRT des Schädels einer 60-jährigen [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 212025-08-09T09:55:18+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 22

Bei deutlich raumfordernden Tumoren kann es ebenfalls zu einer Einengung/Stenose der A. carotis interna oder zu einem Hydrozephalus kommen.

Intrakranielle Tumore – Frage 222025-08-08T14:10:19+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 23

Das Kraniopharyngeom ist ein benigner, langsam wachsender Tumor (ZNS-WHO-Grad 1). Es werden histologisch zwei Typen (90% adamantinös und 10% papillär) unterschieden. Der Alters-Peak liegt beim häufigsten Typ im Kindesalter (5-10 Jahre) und (weniger häufig) im Erwachsenenalter (40-60 Jahre). Typischerweise finden sich Verkalkungen (ca. 90% der Fälle), welches sie von anderen Tumoren der Sella- und Suprasellaregion [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 232025-08-09T09:55:44+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 24

Das Vestibularisschwannom (Synonym: Akustikusneurinom) ist ein benigner, langsam wachsender Tumor (ZNS-WHO-Grad 1), der vom vestibulären Anteil des CN VIII ausgeht. Etwa 80% aller Tumoren im Kleinhirnbrückenwinkel sind Vestibularisschwannome.   Vestibularisschwannom CCT (postoperativ) und MRT des Schädels einer 39-jährigen Patientin mit seit 5 Jahren bestehender Hörminderung sowie Tinnitus auf der rechten Seite. Nachweis einer teils soliden [...]

Intrakranielle Tumore – Frage 242025-08-09T09:56:09+02:00

Intrakranielle Tumore – Frage 25

Je größer die Tumoren sind, desto häufiger finden sich auch zystische und eingeblutete Anteile. Weitere Hirnnervenschwannome entspringen vom N. trigeminus, N. facialis und den Hirnnerven im Foramen jugulare (CN IX-XI). 

Intrakranielle Tumore – Frage 252025-08-08T14:13:05+02:00
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