Röntgen Technik Teil 2 – Frage 18
Vor dem Zeitalter der Belichtungsautomatik mussten Röhrenspannung, Röhrenstrom und Belichtungszeit manuell eingestellt werden („freie Belichtung“). Dies ist aufgrund verschiedener Einflussgrößen (u.a. Körperteil, Gewebedichte, Pathologie, Fokus-Detektor Abstand, etc.) allerdings sehr schwierig und führte häufig zu Über- oder Unterbelichtung. Das Prinzip der Belichtungsautomatik ist wie folgt: Die Belichtungsautomatik wird über mehrere Ionisationskammern gesteuert, die sich vor dem [...]
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 19
Das erste Streustrahlenraster wurde 1913 von Gustav Peter Bucky entwickelt.
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 21
Das Schachtverhältnis entspricht dem Verhältnis aus Lamellenhöhe in Bezug zum Lamellenabstand (z.B. 12:1). Die Lamellenzahl entspricht der Anzahl der Lamellen pro cm. Eine typische Kennzahl eines Streustrahlenrasters wäre z.B. Pb 12/40; f0 120. Pb steht für Blei (Material); 12 entspricht dem Schachtverhältnis 12:1; 40 entspricht der Lamellenzahl/cm und f0 120 beschreibt den idealen Fokus-Detektor-Abstand von [...]
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 22
Bei den fokussierten Rastern stehen die Rasterstege fokussiert, entsprechend dem Verlauf des Strahlengangs. Sie werden heutzutage ausschließlich verwendet. Stationäre Raster sind z.B. in mobilen Röntgenanlagen wie auf der Intensivstation eingebaut. Bewegte Raster findet man dahingegen z.B. im Bucky-Tisch. Der Hauptvorteil eines bewegten gegenüber einem feststehenden Streustrahlenraster ist, dass die Rasterlinien beim bewegten Raster verwischt und [...]
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 23
Eine Defokussierung tritt gehäuft bei mobilen Röntgengeräten (z.B. auf Intensivstationen) auf, da der Abstand von Fokus und Detektor häufig nicht exakt abgestimmt ist.
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 24
Eine Dezentrierung tritt gehäuft bei Bettaufnahmen auf, wenn das Untersuchungsgebiet nicht zentriert wird bzw. Patient*innen sich bewegt haben.
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 25
Weiche Strahlung ist schädlicher, da es von Gewebe fast vollständig absorbiert wird. Mit Hilfe von Filtern wird der weiche Strahlenanteil reduziert, die Strahlung „aufgehärtet“.
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 26
Je nach Fragestellung können jenseits der Eigenfilterung auch noch zusätzliche Filter in den Strahlengang eingebracht werden, um bestimmte Effekte zu erzielen (z.B. um physiologische Ungleichheiten auszugleichen und das Bild gleichmäßig zu belichten oder aus Strahlenschutzgründen).
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 27
Zu der direkten digitalen Radiographie gehört das volldigitale System mit Flachdetektoren. Zu der indirekten digitalen Radiographie gehört das Speicherfoliensystem mit den Speicherfolien-Kassetten.
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 28
Der Filmträger ist relativ unempfindlich gegenüber Röntgenstrahlen. Daher ist die Kombination mit den Verstärkerfolien unabdingbar. Diese sorgen dafür, dass mit weniger Dosis ein Bild erzeugt wird. Die Verstärkerfolien mit Beschichtung aus seltenen Erden absorbieren die Röntgenstrahlung effizient und geben die absorbierte Energie über Lumineszenz in Form von Licht (sichtbar oder ultraviolett) wieder ab. Dieses Licht [...]
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 29
Eine hohe Empfindlichkeitsklasse bedeutet eine hohe Verstärkung und eine hohe Unschärfe. Diese werden beispielsweise bei großen Objekten mit kurzer Belichtungszeit (Thorax, Abdomen) eingesetzt. Eine niedrige Empfindlichkeitsklasse bedeutet eine niedrige Verstärkung und eine niedrige Unschärfe. Diese werden eingesetzt, wenn eine hohe Auflösung benötigt wird wie beispielsweise bei der Aufnahme der weiblichen Brust.
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 30
Am Übergang vom analogen zum digitalen Röntgen wurden die Speicherfolien häufig eingesetzt, da die Röntgengeräte weiterverwendet werden konnten. Nur die Film-Folien-Kassetten hatte man dann durch die Speicherfolien-Kassetten ersetzt.
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 32
Detektoren unterscheiden sich einmal in dem Grundprinzip der Konversion (mit/ohne Szintillator) sowie in der Matrixgröße und Pixelgröße.
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 33
Der kassettenfreie Betrieb bzw. die Verwendung der Flachdetektoren beschleunigt den Arbeitsablauf und ermöglicht eine schnelle Befundung.
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 34
Beim digitalen System kommt es zu keiner Unter- oder Überbelichtung. Erst bei stark reduzierter Strahlendosis kommt es zu einer verminderten Bildqualität (zunehmendes Rauschen). Die Wiederholung einer Aufnahme wegen Fehlbelichtung kommt bei digitalen Systemen praktisch nicht vor.
Röntgen Technik Teil 2 – Frage 35
Die Verwendung der Weichstrahltechnik ermöglicht die Darstellung von geringen Absorptionsunterschieden zwischen Brustdrüsengewebe, Fett, Bindegewebe und Haut.




