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Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 3

Native Phase: Darstellung von Kalzifikationen oder Fettanteil von Tumoren. Früharterielle Phase: Lediglich die Arterien sind kontrastiert, die Organe/Gewebe sind (noch) nicht kontrastiert. Spätarterielle Phase: Jedes Organ oder Gewebe, welches arterielle Blutzufuhr erhält, wird kontrastiert. Portalvenöse Phase: Das Leberparenchym wird homogen kontrastiert durch die Blutzufuhr über die V. portae. Nephrogene Phase: Das gesamte Nierenparenchym inklusive Nierenmark [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 32025-08-04T13:30:08+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 4

Die CT-Protokolle können zwischen radiologischen Instituten stark variieren. Bei einer (unklaren) Leberläsion kommen differentialdiagnostisch unter anderem ein Hämangiom, Leberadenom, fokale noduläre Hyperplasie, hepatozelluläres Karzinom oder Metastase in Betracht, welche jeweils unterschiedliche Charakteristika in den einzelnen Phasen aufweisen. Eine Leberläsion mit einer spätarteriellen Kontrastmittelanreicherung und anschließendem Auswaschen in der portalvenösen Phase spricht beispielsweise für ein hepatozelluläres [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 42025-08-02T09:43:02+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 5

Bei einer (unklaren) Nierenläsion kommen differentialdiagnostisch unter anderem eine einfache Nierenzyste, komplizierte Nierenzyste, Nierenzellkarzinom oder Angiomyolipom in Betracht, welche jeweils ein charakteristisches Kontrastmittelverhalten aufweisen. Bei Nierenzysten wird zur Einordnung die Bosniak-Klassifikation genutzt, für dessen Stadieneinteilung eine messbare Kontrastmittelanreicherung in die Bewertung einfließt. Somit sind hierfür eine native, spätarterielle und nephrogene Phase notwendig, um die Dichtewerte [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 52025-07-21T08:29:17+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 6

Bei einer (unklaren) Pankreasläsion kommen differentialdiagnostisch unter anderem eine Pankreaszyste, Pseudozyste, intraduktale papilläre muzinöse Neoplasie oder Pankreaskarzinom in Betracht, welche unterschiedliche Kontrastmittelverhalten aufweisen. Eine messbare Kontrastmittelanreicherung spricht gegen eine einfache Zyste. Bei Verdacht auf ein Pankreaskarzinom sind die spät-arterielle und portalvenöse Phase unabdingbar, um die Lagebeziehung zu den arteriellen und venösen Gefäßen und die Begrenzungen [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 62025-08-01T12:32:41+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 7

Für die meisten Indikationen, insbesondere bei Frage nach Lungenarterienembolie oder Charakterisierung von Tumoren, sollte eine hohe Injektionsrate von 5 ml/Sekunden verwendet werden. Falls dies nicht möglich ist, sollte alternativ eine Injektionsrate von 3-4 ml/Sekunde über eine 20G Braunüle (rosa) verwendet werden. Bei lediglich durchgeführter portalvenöser Phase ist die Injektionsrate von 3-4 ml/Sekunde absolut ausreichend. Eine [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 72025-05-01T20:23:33+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 9

Die wasserlöslichen Kontrastmittel besitzen eine gemeinsame Grundstruktur mit einem Trijodbenzolring. Das Jod ist hierbei die Röntgenkontrast gebende Substanz, da es aufgrund der hohen Ordnungszahl (Z=53) eine hohe Absorptionsfähigkeit besitzt. Das wasserunlösliche röntgenpositive Kontrastmittel Bariumsulfat besitzt ebenfalls aufgrund der Ordnungszahl von Z=56 eine hohe Absorptionsfähigkeit. Der Vollständigkeit halber gibt es auch die eher selten verwendeten, ölhaltigen [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 92025-08-01T12:46:27+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 10

Nicht-ionische jodhaltige Kontrastmittel sind besser verträglich als ionische jodhaltige Kontrastmittel und werden daher für intravasale Untersuchungen angewandt. Aufgrund des höheren Nebenwirkungsprofils der ionischen Röntgenkontrastmittel (wie z.B. Gastrografin®) im Vergleich zu den nicht-ionischen Röntgenkontrastmittel sind diese in Deutschland nicht mehr für die intravasale Anwendung zugelassen. Ionische Röntgenkontrastmittel sind im Allgemeinen preisgünstiger als nicht-ionische Röntgenkontrastmittel und der [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 102025-08-02T18:45:58+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 12

Die Menge des Kontrastmittels ist von verschiedenen Faktoren abhängig: der Untersuchung; CT-Untersuchungen von parenchymatösen Organen wie Kopf, Thorax, Abdomen oder Becken erfordern ein größeres Kontrastmittelvolumen, welches langsamer injiziert wird als bei der CT-Angiographie. Gewicht der Patient*innen Risiko einer kontrastmittelassoziierten akuten Nierenschädigung

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 122025-05-01T20:23:33+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 13

Intravenös verabreichte Röntgenkontrastmittel sind bei normaler Nierenfunktion nach ca. 2 h zu 50%, nach 4 h zu 75% und nach 24 h nahezu vollständig ausgeschieden. Intravenöse nicht-ionische Röntgenkontrastmittel und Gadolinium-haltige MRT-Kontrastmittel werden überwiegend über die Niere ausgeschieden. Das hat zur Folge, dass durch den Urin der Patient*innen Kontrastmittel ins Abwassersystem gelangt. Kläranlagen können die Kontrastmittel [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 132025-05-01T20:23:33+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 14

Zu 1: Chemotoxische Reaktionen umfassen z.B. Übelkeit, Erbrechen, Wärme-/Kältegefühl, vasovagale Reaktion, Arrythmien und zerebraler Krampfanfall. Allergieartige Reaktionen umfassen z.B. leichte Urtikaria, Juckreiz und Erythem (mild, Grad 1), deutliche Urtikaria und Brochospasmus (moderat, Grad 2), Larynxödem und hypotensiver Schock (Grad 3) sowie Herzstillstand (schwer, Grad 4). Diese Reaktionen ähneln den Symptomen einer Allergie und werden daher [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 142026-07-19T12:29:21+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 15

Die Hydrierung sollte laut Leitlinie intravenös, z.B. mit 0,9%iger Kochsalzlösung über 3-4 Stunden vor und 4-6 Stunden nach der Untersuchung durchgeführt werden (1 ml/kg/h). In vielen radiologischen Abteilungen wird vereinfacht 100 ml 0.9%ige Kochsalzlösung/h für 4 h vor und 4 h nach intravenöser Kontrastmittelgabe verabreicht. Die Leitlinie empfiehlt keine alleinige orale Hydrierung - allerdings wird [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 152026-07-19T11:08:19+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 16

Entsprechend der aktuellen ESUR-Leitlinie muss bei dialysepflichtigen Patient*innen keine Abstimmung von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln auf die Dialysesitzung erfolgen. Im Gegensatz empfiehlt die Leitlinie bei Verwendung von linearen Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln (leberspezifische Kontrastmittel) die Abstimmung auf die Dialysesitzung.

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 162026-07-19T12:40:09+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 17

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Studien, die die Schutzwirkung von bestimmten Medikamenten (u.a. Statinen, renale Vasodilatatoren, Rezeptor-Antagonisten endogener vasoaktiver Substanzen) nachzuweisen versuchten. Insbesondere das Medikament Acetylcystein (ACC) blieb lange im radiologischen Bewusstsein und wurde aufgrund seiner antioxidativen und gefäßerweiternden Eigenschaften für die Prophylaxe der Röntgenkontrastmittel induzierten Nephropathie empfohlen [Möckel et al. 2002]. Letztendlich hat [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 172025-08-02T09:16:23+02:00

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 18

Metformin wird über die Niere ausgeschieden und kann bei einer Akkumulation zu einer Laktatazidose führen. Das Risiko einer Laktatazidose wurde jedoch bislang in den Studien nicht ausreichend bewiesen. Es ist noch zu erwähnen, dass die Fachinformation von Metformin deutlich vorsichtiger formuliert ist. Laut Fachinformation wird ein Absetzen im Vorfeld oder zum Zeitpunkt des bildgebenden Verfahrens [...]

Kontrastmittel in der Radiologie – Frage 182025-05-01T20:23:33+02:00

Röntgen Technik Teil 2 – Frage 12

Um der extrafokalen Strahlung entgegenzuwirken, sollte das Nutzstrahlenfeld gut eingeblendet werden. Früher war es üblich, nicht exponierte Körperregionen routinemäßig mit Bleischürzen abzuschirmen (generell in der Projektionsradiographie oder auch z.B. Bleiabdeckung um das Abdomen bei CT-Thorax Untersuchungen). Mehrere aktuelle internationale Empfehlungen zeigen jedoch, dass die dadurch erzielten Dosiseinsparungen gering sind und Fehlanwendungen sogar zu zusätzlicher Exposition [...]

Röntgen Technik Teil 2 – Frage 122025-11-23T14:55:51+01:00

Röntgen Technik Teil 2 – Frage 13

Die Röntgenstrahlen entstehen nicht an der Oberfläche der Anode, sondern innerhalb des Anodenmaterials. Je kürzer der Austrittsweg aus der Anode, desto weniger wird die Röntgenstrahlung auf dem Weg zu Patient*innen geschwächt. Damit variiert die Stahlenintensität - anodenseitig ist die Dosisleistung geringer als kathodenseitig. Das Ausmaß des Heel-Effekts ist abhängig vom Anodenneigungswinkel, vom Fokus-Detektor-Abstand und von [...]

Röntgen Technik Teil 2 – Frage 132025-08-03T09:25:43+02:00

Röntgen Technik Teil 2 – Frage 14

Da das Brustgewebe thoraxwandnah dicker ist als mamillennah, ist es vorteilhaft, wenn das Intensitätsmaximum der Röntgenstrahlung thoraxwandnah liegt. Dies wird dadurch erreicht, dass die Anode mamillennah bzw. die Kathode thoraxwandnah platziert wird.

Röntgen Technik Teil 2 – Frage 142025-08-03T09:19:25+02:00

Röntgen Technik Teil 2 – Frage 15

Aus der „normalen Steckdose“ kommt nur Wechselstrom mit niedriger Spannung, sodass die Elektronen zwischen Kathode und Anode hin und her beschleunigt würden. Der Generator transformiert den Wechselstrom in Gleichstrom mit hoher Spannung um. Daneben liefert der Generator den Strom für den Heizstromkreis und den Röhrenstromkreis. Heutzutage wird in der Röntgendiagnostik mit sogenannten Hochspannungsgeneratoren gearbeitet.

Röntgen Technik Teil 2 – Frage 152025-08-03T09:18:19+02:00
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