MRT Technik Teil 2 – Frage 10
In der muskuloskelettalen Bildgebung wird die PD-Wichtung häufig mit einer spektralen Fettsättigung kombiniert, um den Kontrast noch weiter zu verbessern.
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In der muskuloskelettalen Bildgebung wird die PD-Wichtung häufig mit einer spektralen Fettsättigung kombiniert, um den Kontrast noch weiter zu verbessern.
Bei der Gradientenechosequenz wirken sich statische und dynamische Magnetfeldinhomogenitäten auf das Signal aus. Der Flipwinkel ist beliebig wählbar - wählt man einen geringen Winkel von 30° wird die Längsmagnetisierung schneller wieder aufgebaut und die Messzeit reduziert sich deutlich.
Beispiele für schnelle Gradientenechosequenzen mit kleinem Flipwinkel und 3D-Messung sind T1 MPRAGE (typischerweise für Untersuchungen des Neurokraniums), FLASH (fast low angle shot) und VIBE (volume interpolated breathhold examination). Die beiden letzten genannten werden typischerweise für Untersuchungen des Abdomens (nativ und nach Kontrastmittelgabe) genutzt.
Mit Hilfe der Spin-Echo-Sequenz lässt sich ein PD-, T1- und T2-Kontrast erzeugen.
Die lange Messzeit führt zu einem bewegungsanfälligen Bild.
Die Turbo-Spin-Echo-Sequenz wird auch als Fast-Spin-Echo-Sequenz (FSE) bezeichnet. Eine weitere Sequenz mit deutlich reduzierter Messzeit als die TSE-Sequenz ist die single-shot-FSE oder half acquisition single shot Turbo-Spin-Echo-Sequenz (HASTE). Die Messzeit liegt bei < 1 Sekunde und ist bedingt durch eine unvollständige (nur 50%ige) Abtastung des k-Raums. Damit wird eine T2-Wichtung erzeugt und der k-Raum mit [...]
Turbo-Spin-Echo-Sequenzen basieren auf mehreren 180° Impulsen und entsprechend mehreren Echos. Als Echo-Train („Puls-Zug“) werden die aufeinanderfolgenden Echos pro Anregung bezeichnet. Der Turbofaktor entspricht der Anzahl der Echos. Vorteile der TSE-Sequenz sind neben der reduzierten Messzeit die verminderte Empfindlichkeit gegenüber Suszeptibilitätsartefakten. Nachteil ist ein reduziertes Signal-Rausch-Verhältnis.
Die 3D-FLAIR Sequenz gehört bei der Diagnostik der Multiplen Sklerose zur Standardsequenz. FLAIR-Sequenzen können nativ oder nach Kontrastmittelgabe akquiriert werden. Nach Kontrastmittegabe steigt die Sensitivität für leptomeningeale Pathologien (wie z.B. Meningitis oder Meningeosis).
Inversion Recovery-Sequenzen basieren auf einem vorgeschalteten 180° Impuls. Die genauen Inversionszeiten sind abhängig von der Magnetfeldhauptstärke. Die Inversion Recovery-Sequenzen gehören also zu den erweiterten Spin-Echo-Sequenzen und bilden einen T2-Kontrast ab. Nachteile sind die verlängerte Messzeit durch den vorgeschalteten Impuls sowie die erhöhte Rate an Pulsationsartefakten. Die DIR-Sequenz (double inversion recovery), welche Anwendung in der Diagnostik [...]
Eine fettsupprimierende Technik lässt sich im Bild schnell an dem fehlenden Signal des subkutanen Fetts nachweisen. In der klassischen T1- und T2-Wichtung wird Fett signalintensiv (hell) dargestellt. Die STIR ist robuster als die frequenzselektive Fettsuppression, insbesondere bei einliegendem Fremdmaterial. Die SPIR ist wie die STIR eine Inversion Recovery-Sequenz mit dem Unterschied, dass bei der SPIR [...]
Der Nachteil ist, dass die die Technik anfällig für Feldinhomogentitäten ist - insbesondere bei niedrigen Feldstärken (z.B. 1,5 T) kann es zu einer fehlerhafter Fettsättigung kommen.
Bei der Out-of-Phase Sequenz findet man das „India ink“ Artefakt bzw. „chemical shift“ Artefakt. Die Grenzen von Fett/Wasser werden schwarz hervorgehoben, als hätte man mit einem Stift die Umrandungen nachgezeichnet (wie im India ink Cartoon/Comic). Neben der klassischen In-Phase/Out-of-Phase Sequenz verwendet auch die Dixon-Technik die chemische Verschiebung von Wasser und Fett. Die Dixon-Technik wurde [...]
Die TOF-MRA ist eine T1-gewichtete Gradientenechosequenz (2D- oder 3D-Akquisation) und weist eine Messzeit von ca. 3-10 Minuten auf. Für einen optimalen Kontrast sollte das Untersuchungsvolumen senkrecht zur vorherrschenden Blutflussrichtung liegen (aus dem Grund sind die horizontal verlaufenden Gefäße wie A. cerebri media in der zerebralen TOF-MRA für Artefakte anfällig). Wichtig ist, dass der antegrade Blutfluss [...]
Eine weitere, neuartige Technik ist die zeitlich und örtlich hoch aufgelöste KM-MRA namens TWIST (time resolved angiography with interleaved stochastic trajectories). Dabei kann analog zur invasiven Angiographie das versorgende und abführende Gefäßsystem (= Abfolge von arterieller und venöser Phase in einer Sequenz) dynamisch dargestellt werden.
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