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MSK Teil 5 – Frage 26

Der Morbus Ahlbäck ist eine idiopathische aseptische Osteonekrose des medialen Femurkondylus beim Erwachsenen. Er betrifft bevorzugt Frauen über 60 Jahren und ist durch einen plötzlichen, belastungsabhängigen Knieschmerz charakterisiert. Bildgebung: Im frühen Stadium ist das Röntgen negativ. Die MRT zeigt ein fokales Knochenmarködem und eine subchondrale Frakturlinie im medialen Femurkondylus. Im späten Stadium entstehen subchondrale Zysten [...]

MSK Teil 5 – Frage 262026-08-03T22:21:45+02:00

MSK Teil 5 – Frage 27

Die Szintigraphie ist sensitiv, aber wenig spezifisch. Fast jede ossäre Pathologie (Trauma, Entzündung, Tumor, Degeneration) führt zu einer Mehranreicherung. Die Spezifität kommt durch das klinische Bild und die Kombination mit anderen Modalitäten.

MSK Teil 5 – Frage 272026-08-03T22:21:45+02:00

MSK Teil 5 – Frage 28

MRT als Frühdiagnostikum: T1 hypointens + STIR/T2 hyperintens im Knochenmark + Kontrastmittelanreicherung = akute Osteomyelitis.  Im CT sind Sequester besser darstellbar als in der MRT. Beide ergänzen sich. Bildmorphologisch lassen sich eine akute und eine chronische Osteomyelitis voneinander abgrenzen. Akute Osteomyelitis: In den ersten 10–14 Tagen ist das Röntgenbild trotz laufender Infektion noch normal. Der [...]

MSK Teil 5 – Frage 282026-08-03T22:21:45+02:00

MSK Teil 5- Frage 29

Die Spondylodiszitis ist eine bakterielle Entzündung der Bandscheibe und der angrenzenden Wirbelkörper. Sie entsteht meist hämatogen (Streuung aus einem Fokus) oder iatrogen (nach Diskuspunktion oder Operation). Häufigster Erreger ist Staphylococcus aureus. Frühzeichen im Röntgen: Die Verschmälerung des Bandscheibenfachs ist das erste sichtbare Röntgenzeichen, kombiniert mit einer Unschärfe der Deck- und Bodenplatten. Das Röntgen ist jedoch [...]

MSK Teil 5- Frage 292026-08-03T22:21:46+02:00

MSK Teil 5 – Frage 30

Abgrenzung Spondylodiszitis vs. Modic-Typ-I-Veränderungen Sowohl die Spondylodiszitis als auch Modic-I-Veränderungen zeigen ein T1-hypointenses / T2-hyperintenses Signal der angrenzenden Wirbelkörper – rein anhand dieses Musters sind sie nicht sicher zu unterscheiden. Der entscheidende Unterschied liegt im Signalverhalten der Bandscheibe selbst: Bei der Spondylodiszitis ist die Bandscheibe T2-hyperintens (ödematös/infektiös bedingt), während sie bei Modic-I-Veränderungen degenerativ bedingt T2-hypointens [...]

MSK Teil 5 – Frage 302026-08-04T13:10:17+02:00

MSK Teil 5 – Frage 12

Looser-Umbauzonen sind hochspezifisch, aber nicht absolut pathognomonisch für die Osteomalazie:  Da Rachitis (Mineralisationsstörung des wachsenden Knochens vor Epiphysenfugenschluss, das pädiatrische Gegenstück zur Osteomalazie) denselben zugrunde liegenden Defekt darstellt, können vergleichbare Umbauzonen auch dort auftreten. Die Entitäten unterscheiden sich jedoch im führenden Manifestationsort: Bei der Rachitis dominieren Veränderungen an der Wachstumsfuge – Becherung ("cupping") und Ausfransung [...]

MSK Teil 5 – Frage 122026-08-02T09:37:24+02:00

MSK Teil 5 – Frage 13

Osteoporose = zu wenig Knochen (richtig mineralisiert).  Osteomalazie = Knochen da, aber weich (schlecht mineralisiert). Kurze Wiederholung: Zeichen der Osteomalazie – Looser-Umbauzonen: Diese schmalen, bandförmigen Aufhellungszonen verlaufen senkrecht zur Kortikalis. Es handelt sich um "Pseudofrakturen" aus nicht mineralisiertem Osteoid an Stellen mechanischer Belastung. Typische Lokalisationen sind Rippen, Beckenschaufeln, Schambeinäste und Femurhals. Ursachen der Osteomalazie: Vitamin-D-Mangel [...]

MSK Teil 5 – Frage 132026-08-02T09:39:40+02:00

MSK Teil 5 – Frage 14

Die subperiostale Resorption ist das klassischste und früheste radiologische Zeichen eines Hyperparathyreoidismus (HPT). Sie entsteht durch die osteoklastenstimulierende Wirkung von PTH auf den subperiostalen Knochen, bevorzugt an Stellen mit hohem Knochenumbau wie der Radialseite der Mittelphalangen. Man unterscheidet den primären versus sekundären HPT: Beim primären HPT ist die Nebenschilddrüse selbst erkrankt (meist Adenom) und sezerniert [...]

MSK Teil 5 – Frage 142026-08-02T09:43:10+02:00

MSK Teil 5 – Frage 15

"Rugger Jersey Spine" = renale Osteodystrophie. Weiße Streifen oben und unten, dunkle Mitte. Der Kontrast entsteht, weil PTH die Deck-/Bodenplatten sklerosiert, während das Zentrum durch Osteomalazie osteopen bleibt.   Renale Osteodystrophie ("Rugger Jersey Spine") versus Osteopetrose ("Sandwich Vertebrae") Das Muster der Abschlussplatten der Wirbelkörper ist bei der Osteopetrose sehr ähnlich (die Verdichtungen an den Abschlussplatten [...]

MSK Teil 5 – Frage 152026-08-02T10:16:10+02:00

MSK Teil 5 – Frage 16

Skorbut (Vitamin-C-Mangel): Vitamin C ist für die Kollagensynthese essentiell. Fehlt es, entstehen strukturell minderwertige Knochen und gestörte Mineralisation. Die Zeichen finden sich wie bei der Rachitis bevorzugt an den Wachstumszonen. Vier typische radiologische Zeichen des Skorbuts: Wimberger-Ring: Eine scharfe, sklerotische Ringstruktur um die Epiphysenkerne – die Kerne wirken wie umrandet. Frankel-Linie: Eine verdickte, dichte weiße [...]

MSK Teil 5 – Frage 162026-08-02T10:28:56+02:00

MSK Teil 5 – Frage 17

Der Morbus Paget ist eine chronische Skeletterkrankung mit gesteigertem, aber völlig ungeordnetem Knochenumbau. Osteoklasten und Osteoblasten sind beide überaktiv, aber nicht koordiniert, weshalb der neu gebildete Knochen strukturell minderwertig ist. Radiologische Zeichen: Grobe, strähnige, verdichtete Spongiosastruktur: Der Knochen wirkt "gewoben" mit vergröberten, unregelmäßigen Trabekeln. Kortikalisverdickung und Knochenvergrößerung: Der Pagettische Knochen ist größer und schwerer als [...]

MSK Teil 5 – Frage 172026-08-02T10:30:22+02:00

MSK Teil 5 – Frage 18

Als Akroosteolyse bezeichnet man die Resorption der Endphalangenkuppen der Finger. Radiologisch erscheinen die Fingerspitzen abgerundet, ausgefranst oder vollständig resorbiert. Drei wichtige Differenzialdiagnosen: Hyperparathyreoidismus (HPT): Akroosteolysen durch PTH-getriebene Knochenresorption. Begleitend finden sich subperiostale Resorptionen an der Radialseite der Mittelphalangen und ein "Pfeffer-und-Salz"-Schädel. Sklerodermie (systemische Sklerose): Akroosteolysen durch vaskuläre Minderperfusion der Fingerkuppen. Charakteristisch sind gleichzeitig auftretende Weichteilverkalkungen [...]

MSK Teil 5 – Frage 182026-08-02T10:36:23+02:00

MSK Teil 5 – Frage 20

"Don't touch"-Läsion: Wenn das Bild klassisch ist (Kerzenwachs, einseitig, folgt der Kortikalis), ist eine Biopsie nicht nötig. Das charakteristische Muster reicht für eine sichere Diagnose. Die Melorheostose ist eine seltene, gutartige dysplastische Sklerosierung, bei der sich dichte Knochenmasse einseitig (monostotisch) entlang der Kortikalis ausbreitet, oft entlang eines Dermatoms. Leitsymptom: Bild von herabtropfendem Kerzenwachs („flowing wax") [...]

MSK Teil 5 – Frage 202026-08-02T10:07:20+02:00

MSK Teil 5 – Frage 22

Die Fluorose entsteht durch eine chronische Fluorid-Überdosierung, meist bedingt durch fluoridhaltiges Trinkwasser oder industrielle Exposition. Das Leitsymptom ist eine diffuse, massive Osteosklerose des gesamten Skeletts, die an Wirbelsäule und Becken besonders ausgeprägt ist, wobei der Knochen radiologisch kreideweiß erscheint. Zusätzlich finden sich ausgeprägte Enthesopathien, also Verknöcherungen der Bandansätze. Osteoblastische (sklerosierende) Knochenmetastasen entstehen durch eine metastasenbedingte [...]

MSK Teil 5 – Frage 222026-08-04T13:04:11+02:00

MSK Teil 5 – Frage 21

Die Osteopoikilose ist eine seltene, harmlose Skelettanomalie mit autosomal-dominanter Vererbung. Sie zeigt sich radiologisch als multiple, kleinfleckige, scharf begrenzte Skleroseinseln (Enostome) im gesamten Skelett – besonders gelenknahe an Becken, Femur, Tibia und in den kleinen Wirbelgelenken. Radiologisches Bild: Die Läsionen erscheinen als homogene, dichte, runde bis ovale weiße Flecken, oft symmetrisch verteilt. Sie erinnern an [...]

MSK Teil 5 – Frage 212026-08-02T10:06:42+02:00

MSK Teil 5 – Frage 1

Die Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung des Erwachsenen und Folge eines primären oder sekundären Knorpelverschleißes. Am häufigsten betroffen sind die großen, mechanisch stark beanspruchten Gelenke - allen voran Knie (Gonarthrose) und Hüfte (Coxarthrose), aber auch die Fingerendgelenke (Heberden-Arthrose) und die Wirbelsäule (Spondylarthrose). Klinisch stehen ein belastungsabhängiger Schmerz, ein initialer Anlaufschmerz sowie im Verlauf eine zunehmende [...]

MSK Teil 5 – Frage 12026-08-04T13:00:50+02:00

MSK Teil 5 – Frage 2

BH: von proximal nach distal: Bouchard -> Heberden Die Fingerpolyarthrose ist die häufigste Arthroseform der Hand und befällt typischerweise mehrere Gelenke nach charakteristischem Muster: Heberden-Arthrose: Arthrose der distalen Interphalangealgelenke (DIP, Fingerendgelenke). Die tastbaren knöchernen Auftreibungen heißen Heberden-Knoten und entsprechen randständigen Osteophyten. Bouchard-Arthrose: Arthrose der proximalen Interphalangealgelenke (PIP, Fingermittelgelenke) mit den Bouchard-Knoten. Rhizarthrose: Arthrose des Daumensattelgelenks [...]

MSK Teil 5 – Frage 22026-07-28T12:08:26+02:00

MSK Teil 5 – Frage 4

Die Rheumatoide Arthritis (RA) zeigt im Röntgen eine charakteristische zeitliche Abfolge von fünf Zeichen: Periartikuläre Weichteilschwellung: Kapselnah und symmetrisch, oft das früheste sichtbare Zeichen. Periartikuläre Osteoporose: Durch Hyperämie und Inaktivität entsteht zunächst eine gelenknahe, dann generalisierte Knochenmineralisierungsminderung. Gelenkspaltverschmälerung: Sie entsteht durch die enzymatische Zerstörung des Gelenkknorpels durch das Pannus-Gewebe und ist konzentrisch (betrifft den gesamten [...]

MSK Teil 5 – Frage 42026-07-28T12:08:54+02:00
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