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MSK Teil 1 – Frage 27

Ein unauffälliges Röntgenbild schließt ein CRPS nicht aus, da es besonders in den ersten Wochen oft noch keine sichtbaren Veränderungen aufweist. Frühdiagnostik mit der 3-Phasen-Skelettszintigraphie: Im Frühstadium zeigt die Szintigraphie eine gesteigerte Anreicherung in der Perfusionsphase und der Blood-Pool-Phase sowie eine periartikuläre Mehrspeicherung in der Mineralisationsphase. Dies ist sensitiver als das Röntgen, das erst im [...]

MSK Teil 1 – Frage 272026-04-11T11:17:12+02:00

MSK Teil 1 – Frage 28

Radiologisches Frühzeichen: Eine relative Sklerosierung (Dichtezunahme) des avaskulären Fragments im Vergleich zum umgebenden, durch Inaktivität entkalkten Knochen. Die Magnetresonanztomographie ist der Goldstandard der Frühdiagnose der Osteonekrose: Frühe, unspezifische Zeichen sind ein Knochenmarködem mit T1-Signalabfall und T2/STIR-Signalsteigerung. Spezifischer für die Nekrose ist das sogenannte „Double-line sign“ in T2, das die Diagnose erhärtet.

MSK Teil 1 – Frage 282026-05-03T15:52:06+02:00

MSK Teil 1 – Frage 29

Das Double-Line-Sign ist pathognomonisch für die avaskuläre Nekrose – kein anderes MRT-Zeichen ist so spezifisch für diese Diagnose.  Es besteht aus zwei konzentrischen Linien an der Demarkationszone des nekrotischen Areals. Die innere Linie ist hyperintens und entspricht dem reaktiven Granulationsgewebe, das sich zwischen vitalem und totem Knochen bildet. Die äußere Linie ist hypointens und entspricht [...]

MSK Teil 1 – Frage 292026-06-15T09:10:15+02:00

MSK Teil 1 – Frage 30

Immer Vergleichsaufnahmen anfordern! Eine Schraubenlockerung zeigt sich oft erst im Verlauf durch eine Positionsveränderung, nicht auf der einzelnen Aufnahme.   Lockerung von Osteosynthesematerial Röntgen des rechten oberen Sprunggelenks (a.p. und lateral) eines 51-jährigen Patienten nach osteosynthetischer Versorgung einer OSG-Luxationsfraktur vor 6 Wochen.  Es zeigt sich ein Lockerungssaum (Aufhellungssaum) zirkulär um die Syndesmose-Schraube in 2 Ebenen [...]

MSK Teil 1 – Frage 302026-06-15T09:10:26+02:00

MSK Teil 1 – Frage 13

Klassifikation nach Gustilo-Anderson (Typ I–III): Beschreibt den Schweregrad des Weichteilschadens. Typ IIIC (mit Gefäßverletzung) ist die schwerste Form mit dem höchsten Amputationsrisiko. Die Klassifikation bestimmt Therapiestrategie und Prognose.   Offene Fraktur CT der unteren Extremität (sagittale Rekonstruktion) eines 20-jährigen Patienten nach Polytrauma. Nachweis einer offenen, mehrfragmentären Fraktur der distalen Tibiadiapyhse (orangener Pfeil) mit multiplen Lufteinschlüssen [...]

MSK Teil 1 – Frage 132026-05-03T15:19:52+02:00

MSK Teil 1 – Frage 16

Denke bei der Befundung immer auch an “satisfaction of search” (SOS)! SOS bezeichnet in der Radiologie den Fehler, dass nach dem Auffinden eines ersten auffälligen Befundes die weitere systematische Suche vorzeitig beendet wird. Dadurch können zusätzliche Pathologien übersehen werden. Gemeinsamkeit: Beide Frakturformen treten typischerweise bei Kindern auf, weil das kindliche Skelett einen höheren organischen Anteil [...]

MSK Teil 1 – Frage 162026-06-15T09:08:20+02:00

MSK Teil 1 – Frage 17

Bei einer Impaktionsfraktur werden die Knochenfragmente durch axiale Gewalteinwirkung ineinander geschoben/verkeilt (gestaucht). Statt auseinanderzuweichen, überlagern sich die Knochentrabekel. Impaktierte Frakturen können im Röntgen leicht übersehen werden! Eine impaktierte Schenkelhalsfraktur wirkt stabil, kann sich aber spontan lösen und zu einer vollständigen Dislokation führen. Engmaschige Verlaufskontrolle oder primäre Schnittbildgebung sind wichtig.   Abgrenzung Impaktionsfraktur versus Impressionsfraktur: Eine [...]

MSK Teil 1 – Frage 172026-06-15T09:08:35+02:00

MSK Teil 1 – Frage 18

Eine Avulsionsfraktur entsteht durch den Zug einer Sehne oder eines Bandes an ihrem knöchernen Insertionspunkt, wodurch ein Knochenfragment aus der Kortikalis herausgerissen wird. Die Kraft des Zugs übersteigt dabei die Belastbarkeit des Knochens. Drei typische Lokalisationen: Endglied der Finger (Mallet-Fraktur): Der Strecksehnenausriss am Endglied entsteht durch plötzliche passive Beugung des gestreckten Fingers, klassisch durch einen [...]

MSK Teil 1 – Frage 182026-06-15T09:08:45+02:00

MSK Teil 1 – Frage 19

Eine Luxationsfraktur ist die Kombination aus einer Gelenkluxation (vollständiger Kontaktverlust der Gelenkpartner) und einer Fraktur der an der Luxation beteiligten Knochenstrukturen. Notfallcharakter aus drei Gründen: Begleitende Gefäß- und Nervenschäden: Das Risiko für ischämische oder direkte Verletzungen ist bei Luxationsfrakturen deutlich erhöht und kann zur Extremitätenischämie führen. Irreversibler Knorpelschaden: Jede Stunde in Luxationsstellung erhöht das Risiko [...]

MSK Teil 1 – Frage 192026-06-15T09:09:00+02:00

MSK Teil 1 – Frage 20

Bei Trümmerfrakturen kommt das konventionelle Röntgen für die Planung schnell an seine Grenzen. Eine CT vor jeder operativen Versorgung ist der Standard – ohne CT keine seriöse OP-Planung bei Trümmerfrakturen.

MSK Teil 1 – Frage 202026-04-11T11:03:25+02:00

MSK Teil 1 – Frage 12

"Röntgen negativ, aber klinisch eindeutiger Befund" → MRT. Die MRT ist kein Erstdiagnostikum bei klaren Frakturen, aber der Goldstandard bei negativem Röntgen mit klinischem Verdacht.

MSK Teil 1 – Frage 122026-04-11T10:34:18+02:00

MSK Teil 1 – Frage 21

Eine Flake Fracture ist ein kleiner osteochondraler Ausriss aus einer Gelenkfläche, bei dem ein Fragment mit überwiegend knorpeligem Anteil abgeschert wird. Bildgebung: Röntgen: Oft unsichtbar oder nur als winziger Knochensplitter im Gelenkspalt erkennbar, weil der Hauptanteil des Fragments aus Knorpel besteht. MRT (Goldstandard): Zeigt sowohl den Defekt in der Gelenkfläche (Donor-Site) als auch den freien [...]

MSK Teil 1 – Frage 212026-06-15T09:09:11+02:00

MSK Teil 1 – Frage 11

Goldstandard für die Messung von Gelenkstufenbildungen: CT mit multiplanaren Rekonstruktionen (MPR) senkrecht zur Gelenkfläche.  Das konventionelle Röntgen unterschätzt das Ausmaß der Impression regelmäßig.

MSK Teil 1 – Frage 112026-04-11T10:32:34+02:00

MSK Teil 1 – Frage 10

Klinische Bedeutung:  Ein Bone Bruise ist häufig ein Begleitbefund bei Bandverletzungen. Das klassische Beispiel ist die VKB-Ruptur mit einer "Kissing Contusion" – einem charakteristischen Ödem am lateralen Femurkondylus und posterolateral am Tibiaplateau, das den Pivot-shift-Mechanismus abbildet. Bone Bruise wird ausschließlich in der MRT nachgewiesen: STIR und T2-fettgesättigt: Zeigen das Ödem als hyperintenses Signal. T1-Wichtung: Zeigt [...]

MSK Teil 1 – Frage 102026-06-15T09:07:48+02:00

MSK Teil 1 – Frage 9

Man unterscheidet vier indirekte Zeichen einer okkulten Fraktur im Röntgenbild: Gelenkerguss: Erkennbar durch Kapselvorwölbung oder Verlagerung von Fettkörpern, ohne sichtbare Frakturlinie. Lipohämarthros: Ein Fett-Blut-Spiegel im Gelenkraum, der auf eine intraartikuläre Fraktur mit Eröffnung des Markraums hinweist. Lokale Weichteilschwellung: Eine lokalisierte Zunahme der Weichteildichte über dem Schmerzpunkt weist auf eine zugrundeliegende Verletzung hin. Unterbrechung von Hilfslinien: [...]

MSK Teil 1 – Frage 92026-06-15T09:07:04+02:00

MSK Teil 1 – Frage 3

Die lateinischen Bezeichnungen erscheinen zwar in den Lehrbüchern, in der Praxis werden jedoch überwiegend die deutschen Begriffe verwendet. Die Richtung wird immer nach der Abweichung des distalen Fragments im Verhältnis zum proximalen beschrieben. "Nach radial offene Winkelbildung" bedeutet: Die Winkelspitze zeigt nach ulnar, das distale Fragment weicht nach radial ab. Diese Konvention muss im Befund [...]

MSK Teil 1 – Frage 32026-05-01T11:26:13+02:00

MSK Teil 1 – Frage 8

Fettpolsterzeichen oder “Fat-Pad-Sign” Röntgen des rechten Ellenbogens (lateral) einer 20-jährigen Patientin nach Sturz.  Das Fettpolsterzeichen beschreibt die Verlagerung der physiologischen periartikulären Fettkörper am Ellenbogen durch einen traumatischen Gelenkerguss (Hämarthros). Im seitlichen Röntgen des Ellenbogens werden diese Fettkörper durch den Erguss aus ihrer normalen Position verdrängt. Vorderes Fettpolster (orangener Pfeil): Es ist physiologisch als kleine helle [...]

MSK Teil 1 – Frage 82026-06-15T09:06:50+02:00

MSK Teil 1 – Frage 7

Primäre Heilung = kein Kallus sichtbar. Sekundäre Heilung = Kallus sichtbar. Kallus ist im Röntgen erst nach drei bis vier Wochen sichtbar. Fehlt Kallus nach sechs Wochen bei einer Fraktur, die sekundär heilen sollte, ist das ein Frühzeichen einer gestörten Heilung. Die primäre Heilung ist die Ausnahme – die sekundäre Heilung ist der biologische Regelfall. [...]

MSK Teil 1 – Frage 72026-06-15T09:06:38+02:00
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