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MSK Teil 2 – Frage 24

Hier einmal die Übersicht der distalen Radiusfrakturen: Colles-Fraktur: Sie entsteht durch einen Sturz auf die extendierte Hand. Die Fraktur ist extraartikulär, und das distale Fragment ist nach dorsal disloziert – die Hand nimmt die typische Fourchette- oder Gabelstellung ein. Sie ist die häufigste distale Radiusfraktur und wird bei nicht dislozierten Formen konservativ behandelt. Smith-Fraktur: Sie [...]

MSK Teil 2 – Frage 242026-06-15T09:02:48+02:00

MSK Teil 2 – Frage 25

Beide Verletzungen entstehen als Kontinuum einer karpalen Instabilität, meistens durch einen Sturz auf die hyperextendierte Hand mit axialer Kraft.    Perilunäre Luxation versus Lunatum-Luxation Perilunäre Luxation (häufiger): Das Lunatum bleibt in seiner normalen anatomischen Position zur distalen Radiusgelenkfläche. Der gesamte distale Handwurzelblock (Capitatum und alle weiteren Knochen) luxiert jedoch nach dorsal (Pfeil). Im seitlichen Röntgen [...]

MSK Teil 2 – Frage 252026-06-18T19:57:55+02:00

MSK Teil 2 – Frage 26

Eine DISI-Fehlstellung (DISI = dorsal intercalated segment instability) entsteht häufig in Folge einer in Fehlstellung nach dorsal verkippten distalen Radiusfraktur, nach einer Scaphoidfraktur oder nach einer Verletzung der dorsalen Anteile des SL-Bands (Lig scapholunatum). Die Handwurzelknochen zeigen im seitlichen Röntgenbild die charakteristische Fehlrotation ("DISI-Stellung"). Durch diese Fehlstellung werden die Gelenkflächen des Radius sowie der Handwurzelknochen [...]

MSK Teil 2 – Frage 262026-05-31T10:48:55+02:00

MSK Teil 2 – Frage 27

Ulnarseitiger Handgelenkschmerz bei Pro-/Supination sowie Druckschmerz über dem DRUG sind typische Beschwerden. TFCC-Verletzungen entstehen häufig nach einer distalen Radiusfraktur – persistierende ulnare Schmerzen nach Frakturbehandlung sollten immer daran denken lassen. Palmer-Klassifikation: Typ 1 – traumatisch: Akuter Riss durch axiale Krafteinleitung oder Distorsion des Handgelenks, oft als Begleitverletzung einer distalen Radiusfraktur. Typ 2 – degenerativ: Altersbedingte [...]

MSK Teil 2 – Frage 272026-04-27T08:18:15+02:00

MSK Teil 2 – Frage 28

 "Bennett = Basic, 2 Fragmente" – "Rolando = Richtig viele Fragmente".  Beide entstehen durch Sturz auf den gebeugten Daumen (Skisturz). Dieses Eponymenpaar wird gerne verwechselt.

MSK Teil 2 – Frage 282026-04-27T08:19:42+02:00

MSK Teil 2 – Frage 29

Als Boxer-Fraktur bezeichnet man eine subkapitale Fraktur (Halsfraktur) des 5. Metacarpale. Sie entsteht typischerweise nach einem Fauststoß gegen einen harten Gegenstand. Am 5. Metacarpale sind bis zu 30–40° Volarabknickung tolerierbar, da das karpometakarpale Gelenk V eine hohe Ausgleichsbeweglichkeit besitzt. Am 2. und 3. Metacarpale darf die Abknickung maximal 10–15° betragen, weil dort das CMC-Gelenk starr [...]

MSK Teil 2 – Frage 292026-06-19T13:22:24+02:00

MSK Teil 2 – Frage 30

Die Schienentherapie muss konsequent rund um die Uhr für 6–8 Wochen erfolgen. Jede kurze Beugung des Fingerendgliedes unterbricht den Heilungsprozess und die Therapiedauer beginnt von vorne. Diese Anforderung muss den Patient*innen klar kommuniziert werden.

MSK Teil 2 – Frage 302026-05-25T11:18:56+02:00

MSK Teil 2 – Frage 2

Die Jefferson-Fraktur entspricht Gehweiler Typ III und ist eine Berstungsfraktur des ersten Halswirbels (Atlas/HWK 1), bei der der Atlasring an 2-4 Stellen bricht – je anterior und posterior beiderseits der Wirbelbögen. Mechanismus: Eine axiale Stauchung auf den Schädel – zum Beispiel beim Kopfsprung in flaches Wasser oder Sturz auf den Kopf – verteilt die Kraft [...]

MSK Teil 2 – Frage 22026-06-18T19:53:56+02:00

MSK Teil 2 – Frage 4

Die Hangman's Fracture ist eine bilaterale Fraktur der Pars interarticularis (Wirbelbogen) des zweiten Halswirbels (Axis/HWK 2). Die gebräuchlichste Einteilung erfolgt nach der Levine-Edwards-Klassifikation (modifiziert nach Effendi), die sich vor allem an Dislokation und Stabilität orientiert.  Dabei reicht das Spektrum von Typ I (stabil, geringe Dislokation) über Typ II/IIa (zunehmende Translation/Angulation) bis Typ III (instabil mit [...]

MSK Teil 2 – Frage 42026-06-15T08:57:44+02:00

MSK Teil 2 – Frage 5

Abgrenzung zur degenerativen Pseudospondylolisthesis: Bei der degenerativen Form ist der Wirbelbogen intakt, das Gleiten entsteht durch die Facettengelenksarthrose.

MSK Teil 2 – Frage 52026-06-18T19:54:53+02:00

MSK Teil 2 – Frage 6

Hier findest Du den Radiopaedia-Artikel mit den verschiedenen AO-Spine-Klassifikationen der Wirbelsäule (u.a. auch der thorakolumbalen Wirbelsäulenverletzungen).

MSK Teil 2 – Frage 62026-05-25T10:51:26+02:00

MSK Teil 2 – Frage 8

Die Chance-Fraktur ist eine horizontale Flexions-Distraktionsverletzung der Wirbelsäule, die alle drei Säulen nach Denis betrifft. Sie gilt als klassische Sicherheitsgurt-Verletzung und tritt typischerweise am thorakolumbalen Übergang (BWK 12–LWK 2) auf. Bei einem Frontalaufprall kippt der Rumpf plötzlich über einen fixierten Beckengurt. Die vorderen Strukturen werden dabei komprimiert, während die mittlere und hintere Säule durch den [...]

MSK Teil 2 – Frage 82026-06-15T08:58:24+02:00

MSK Teil 2 – Frage 9

"SIT" für die drei Tuberculum-majus-Sehnen (Supraspinatus, Infraspinatus, Teres minor) + Subscapularis am Tuberculum minus.

MSK Teil 2 – Frage 92026-06-15T09:00:28+02:00

MSK Teil 2 – Frage 10

Patte-Klassifikation der Sehnenretraktion: Stadium I bedeutet, dass der Sehnenstumpf noch nahe am Ansatz am Tuberculum majus liegt. Im Stadium II hat er sich bis auf Höhe des Humeruskopf-Scheitels zurückgezogen. Stadium III ist erreicht, wenn der Stumpf auf Höhe des Glenoids oder noch weiter medial liegt – das entspricht einer fortgeschrittenen, oft irreparablen Ruptur.   Rotatorenmanschettenruptur [...]

MSK Teil 2 – Frage 102026-06-15T09:00:26+02:00

MSK Teil 2 – Frage 11

Klassifikation der fettigen Degeneration der Rotatorenmanschettenmuskeln nach Goutallier: Grad 0 entspricht einem normalen Muskel ohne Fettsignal in T1.  Grad I zeigt geringe Fettstreifen Grad II zeigt weniger als 50% Fettgewebe Grad III entspricht genau 50% Fettgewebe Grad IV mehr als 50% Fettgewebe Ab Grad III ist die Prognose nach operativer Naht deutlich schlechter.

MSK Teil 2 – Frage 112026-06-15T09:00:23+02:00

MSK Teil 2 – Frage 12

Anteriore Schulterluxation Die vordere Schulterluxation ist die häufigste Gelenkluxation überhaupt.  Bei ihr schlägt der Humeruskopf gegen den vorderen unteren Glenoidrand und verursacht zwei charakteristische Verletzungen: a: Hill-Sachs-Läsion (Pfeil) Durch den Aufprall des dorsalen Humeruskopfes auf den vorderen Glenoidrand entsteht eine Impressionsfraktur am dorsolateralen Humeruskopf. Im Röntgen ist sie als Delle erkennbar. In der CT ist [...]

MSK Teil 2 – Frage 122026-06-15T09:00:09+02:00

MSK Teil 2 – Frage 13

SLAP Typ II ist am häufigsten! Die Abgrenzung eines normalen Foramen sublabrale (anatomische Variante anterior-superior) von einer echten Läsion ist anspruchsvoll. Hier hilft nur die MR-Arthrographie, da Kontrastmittel in eine echte Läsion eindringt, nicht aber in ein normales Foramen. SLAP = Superior Labrum Anterior to Posterior:  Es handelt sich um einen Riss des oberen Labrums, [...]

MSK Teil 2 – Frage 132026-06-15T09:00:20+02:00
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