DICOM-Fall und Fragen
Open to access this content
Hallo und schön, dass Du da bist! Ich bin Bettina, Radiologin und Gründerin von LernRad. Gemeinsam mit meiner LernRad-Partnerin PD Dr. Hanna Styczen (Neuroradiologin am Uniklinikum Essen) haben wir ExpertCase entwickelt, weil CME-Fortbildung auch Spaß machen und Dich wirklich weiterbringen kann. Was Dich in diesem Fall erwartet Der Fall: Eine 50-jährige Patientin, Zufallsbefund [...]
Hier kommen jetzt nochmal die Bilder. Du kannst sie jetzt (systematisch) befunden und eine Verdachts-Diagnose stellen! Die Fragen unten helfen Dir dabei, Dich an die DDs heranzutasten. Beantworte sie, bevor Du zur Auflösung gehst.
Die Tibia-Stressfraktur entsteht durch repetitive mechanische Belastung ohne adäquates Einzeltrauma. Sie ist besonders häufig bei Läufern, Soldaten und Balletttänzern. Die mediale Tibiakortikalis im Übergang mittleres zu distales Drittel ist die häufigste Lokalisation. Frühphase (Woche 1–3): Das Röntgenbild ist häufig vollständig unauffällig. Es ist wichtig zu wissen, dass ein normales Röntgen eine Stressfraktur nicht ausschließt. Die [...]
Talusfrakturen entstehen am häufigsten am Talushals durch forcierte Dorsalflexion des Fußes – klassisch beim Sturz aus großer Höhe oder beim Bremsunfall. Die Klassifikation nach Hawkins (Typ I–III) beschreibt die Dislokation. Kritische Blutversorgung: Der Talus hat keine direkten Muskelansätze und wird daher vollständig über drei Gefäßquellen versorgt, die alle durch den Talushals verlaufen. Bei Dislokation werden [...]
Die Calcaneusfraktur (Don-Juan-Fraktur) entsteht durch axialen Aufprall auf die Fersen beim Sturz aus großer Höhe. Der Calcaneus wird durch den Talus förmlich gespalten. Der Name "Don-Juan-Fraktur" bezieht sich auf die Legende des Fluchtens über das Fenster. Böhler-Winkel: Röntgen des linken oberen Sprunggelenks (a.p. und lateral) eines 54-jährigen Patienten nach Sturz auf 3 m Höhe. [...]
MFK 5 Frakturen Avulsionsfraktur Zone 1 (Basis Metatarsale V): Hier inseriert der M. peroneus brevis. Ein Supinationstrauma zieht die Apophyse ab. Die Frakturlinie ist quer zur Schaftachse und liegt an der Spitze der Basis. Die Heilung ist gut und eine konservative Therapie mit Orthese für vier bis sechs Wochen ist ausreichend. Jones-Fraktur Zone 2: Sie [...]
Jede instabile Lisfranc-Verletzung erfordert eine operative Stabilisierung. Eine unbehandelte Instabilität führt zur posttraumatischen Arthrose mit erheblicher Gangbeeinträchtigung. Immer Belastungsaufnahmen anfordern bei klinischem Verdacht – auch wenn das Entlastungsröntgen normal aussieht. Lisfranc-Verletzung Röntgen des linken Fußes (a.p. und schräg) einer 33-jährigen Patientin nach Sturz über eine Leine. Es zeigt sich eine Lisfranc-Verletzung mit medialseitiger Fraktur [...]
Der Lipohämarthros wird häufig übersehen und ist zugleich ein beliebtes Prüfungsthema. Daher hier noch einmal ein Fall, der durch den Hinweis auf die Tuberositas tibiae bewusst eine kleine falsche Fährte legt (kenne auch den Normalbefund des kindlichen Skeletts!). Nach einer intraartikulären Fraktur mit Eröffnung des Knochenmarkraums gelangen Fett und Blut in den Gelenkspalt. Da Fett [...]
Genu valgum und Genu varum Die Mikulicz-Linie beschreibt die mechanische Beinachse und verläuft vom Zentrum des Hüftkopfes über das Kniegelenk zum Zentrum des oberen Sprunggelenks. Physiologischerweise liegt die mechanische Achse im Knie leicht medialisiert; diese mediale Achsabweichung beträgt normalerweise 9 ± 7 mm. Größere mediale oder laterale Abweichungen entsprechen einer Varus- bzw. Valgusfehlstellung und führen [...]
Die MRT ist der Goldstandard für alle drei Strukturen. Das charakteristische Kissing-Contusion-Muster mit Knochenmarködem lateral am Femurkondylus und posterolateral am Tibiaplateau ist ein indirekter Hinweis auf den Valgusmechanismus.
Insall-Salvati-Index Für die Beurteilung solltest Du den Insall-Salvati-Index kennen. Alternativ steht der Caton-Deschamps-Index zur Verfügung, der von vielen Autor*innen als zuverlässiger angesehen wird, da er die Gelenkbeziehung der Patella besser abbildet und weniger von anatomischen Variationen beeinflusst wird. Die Quadrizepssehnenruptur tritt bevorzugt bei älteren Patienten über 40–60 Jahren auf, häufig bei vorbestehender Sehnendegeneration. Die Ruptur [...]
Die hier gezeigte sagittale PD-fettgesättigte Sequenz ist die entscheidende Sequenz für Bänder. Direkte MRT-Zeichen der VKB-Ruptur: Faserunterbrechung: Eine vollständige Diskontinuität der Bandfasern in der fettgesättigten PDw Sequenz im sagittalen Schnitt. Fehlende Abgrenzbarkeit: Das Band ist nicht mehr als homogene, straffe Struktur darstellbar. Horizontaler oder welliger Verlauf: Das verbleibende Fasergewebe liegt zu flach – ein gesundes [...]
Ruptur des hinteren Kreuzbandes MRT des linken Kniegelenks eines 56-jährigen Patienten nach einem Verkehrsunfall. Das normalerweise PDw homogen hypointense hintere Kreuzband, ist deutlich inhomogen PDw hyperintens und verdickt (Pfeile). Partiell sind die Fasern nicht mehr durchgängig abgrenzbar. Der Befund entspricht einer Partialruptur des hinteren Kreuzbandes. In der koronaren STIR erkennt man einen typischen Begleitbefund: Bone [...]
Korbhenkelriss MRT des linken Kniegelenks eines 34-jährigen Patienten nach Kniedistorsion. Es zeigt sich ein verminderter Umfang des PDw/TIRM hyperintensen Innenmeniskus mit verlagertem Meniskusfragment in der interkondylären Fossa unterhalb des hinteren Kreuzbandes („Double-PCL-sign“). Der Befund entspricht einem Korbhenkelriss des Innenmeniskus. Es werden traumatische und degenerative Meniskusrisse unterschieden. Der traumatische Meniskusriss entsteht durch ein klares Dreh- oder [...]
Die Osteochondrosis dissecans (OCD) ist eine aseptische Teilnekrose mit Ablösung eines osteochondralen Fragments vom subchondralen Knochen. Am Knie betrifft sie klassisch den lateralen Aspekt des medialen Femurkondylus (klassische Form, ca. 80%). Die OCD tritt vor allem bei männlichen Jugendlichen zwischen 10 und 20 Jahren auf. Juvenile Form: am häufigsten im Kniegelenk Adulte Form: häufiger im [...]
Eine Bone Contusion (Knochenkontusion, oder auch Bone bruise) ist ein Knochenmarködem ohne sichtbare Frakturlinie, das durch die Kompression der Knochentrabekel beim Trauma entsteht. In der MRT zeigt sich ein T2/STIR-hyperintenses, T1-hypointenses Signal. Die Kortikalis ist intakt, weshalb Röntgen und CT keine Veränderung zeigen. Das Verteilungsmuster erlaubt Rückschlüsse auf den Unfallmechanismus: Lateraler Femurkondylus + posterolaterales Tibiaplateau: [...]
Papa-Str. 3
68723 Schwetzingen
info@lernrad.com
Papa-Str. 3
68723 Schwetzingen
info@lernrad.com
Papa-Str. 3
68723 Schwetzingen
info@lernrad.com