Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 25
Eine porenzephale Zyste ist eine Liquor-gefüllte Formation, welche einseitig oder beidseitig vorliegen kann und sowohl mit dem Ventrikelsystem als auch mit den äußeren Liquorräumen kommunizieren kann. Klinisch kann eine große Bandbreite von Symptomen vorliegen, da diese von der Größe und Lokalisation der Zyste abhängen. Häufig finden sich im ersten Lebensjahr eine Spastik, epileptische Anfälle oder [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 26
Arachnoidalzysten treten sporadisch auf und sind in der Regel nicht mit Syndromen assoziiert (lediglich Einzelfälle sind in der Literatur beschrieben). Sollten Arachnoidalzysten raumfordernd werden, können sie zu einer Liquorzirkulationsstörung führen und bedürfen einer neurochirurgischen Behandlung. Raumfordernde Arachnoidalzyste MRT des Schädels eines 2-jährigen Kindes zur Abklärung von sonographischen Auffälligkeiten des Neurokraniums. Nachweis einer raumfordernden, extraaxialen [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 27
In diesem Fall lag eine Dermoidzyste vor. Eine gefürchtete Komplikation der Dermoidzyste ist die Ruptur der Kapsel mit Austritt des Lipid-reichen Inhalts in den Subarachnoidalraum. Dies führt zu einer (chemischen) Meningitis mit potenziell schwerem klinischem Verlauf ähnlich wie bei einer aneurysmatischen Subarachnoidalblutung mit sekundären Komplikationen inklusive Vasospasmen und Infarkten. Ruptur Dermoidzyste CCT und MRT [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 28
Dermoid- und Epidermoidzysten sind Fehlbildungen von embryonalem Gewebe (Ektoderm). Während der Embryonalentwicklung wurden embryonale Hautzellen im Neuralrohr versprengt und eingeschlossen. Beide Fehbildungen treten nicht nur im Neurokranium auf, sondern im Spinalkanal, in der Haut oder intraabdominell. Epidermoidzysten bestehen aus versprengten Epithelzellen der Haut (Plattenepithel), während Dermoidzysten alle Hautschichten (Plattenepithel, Talgdrüsen, Haarfollikel und Zahnanlagen ektodermalen Ursprungs) [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 29
Die Dermoidzyste wird auch als reifes Teratom bezeichnet. Vom histopathologischen Spektrum stehen Epidermoidzysten am Anfang (ektodermale Fehlbildung; eine versprengte Hautschicht), gefolgt von Dermoidzysten (ektodermale Fehlbildung; mehrere versprengte Hautschichten) und das Teratom am Ende (bestehend aus zwei oder drei Keimblättern). Das Teratom gehört übergeordnet zu den Keimzelltumoren. Intrakranielle Keimzelltumore sind in der Regel in zentralen und [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 30
Lipome sind in der CT und MRT als Fett-haltige Raumforderungen nachweisbar. In der CT finden sich negative Dichtewerte bis 100 HU, vereinzelt können auch periphere Verkalkungen vorkommen. In der MRT ist das Signal typischerweise T1w und T2w hyperintens ohne Nachweis einer Kontrastmittel-Anreicherung. Intrakranielle Lipome sind typischerweise entlang der Mittellinie, am Balken, an der Vierhügelplatte und [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 2
Beide Anomalien entsprechen Normvarianten und sind nicht Metastasen-suspekt. Die Hyperostosis frontalis interna ist in der Regel symmetrisch und frontal lokalisiert (meist bis zur Sutura coronalis). Pacchioni’sche Granulationen sind Aussackungen der Arachnoidea durch die Dura in die venösen Sinus und für die Resorption von Liquor zuständig. Somit sind sie meist benachbart zu venösen Sinus und enthalten [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 3
Die Asymmetrie der linksseitigen Sinus und V. jugularis interna sollte nicht mit einer umspülten Sinusthrombose verwechselt werden. Der Bulbushochstand ist ein wichtiger Befund, insbesondere, wenn ein mastoidaler oder retromastoidaler Zugang geplant ist. Ebenso kann der Befund als Tumor fehlinterpretiert werden (DD: Glomus jugulare Tumor, DD: Schwannom am Foramen jugulare). Anomalien der Schädelbasis a: CT-Angiographie; [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 4
Eine Enzephalozele tritt häufig als Merkmal eines Syndroms auf (z.B. Joubert-Syndrom, Knobloch-Syndrom). Es besteht meist ein Schädeldefekt an der Frontobasis oder am Os occipitale. Enzephalozele MRT des Schädels und CT der Nasennebenhöhlen einer 36-jährigen Patientin mit seit ca. einem Jahr bestehender Rhinoliquorrhö. Es besteht eine Herniation von Anteilen des Gyrus frontalis superior durch die [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 5
Die spinale Meningozele entspricht einer Form der Spina bifida aperta. Dabei treten spinale Meningen über einen Spalt im Wirbelbogen (meist bis unter die Haut) hervor mit Ausbildung einer Zyste.
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 6
Die basiläre Impression ist durch eine trichterförmige Einsenkung der Kondylen des Os occipitale mit begleitendem Hochstand des Dens axis gekennzeichnet. Die Fehlbildung kann sowohl angeboren (z.B. bei Trisomie 21) als auch sekundär erworben sein (z.B. bei Morbus Paget). Symptome treten meist erst im Erwachsenenalter auf und sind die Folge der Kompression der Medulla oblongata bei [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 7
Die Chiari-Malformation Typ I ist bei ca. 30% der Patient*innen asymptomatisch. Beschwerden treten meist erst im jungen Erwachsenenalter auf und präsentieren sich als Kopf- und Nackenschmerzen. Weitere Symptome durch Kompression des Hirnstamms (z.B. Schluckbeschwerden, Schwindel oder Doppelbilder) oder des Kleinhirns (z.B. Ataxie, Dysarthrie oder Nystagmus) können ebenfalls auftreten. Die Ursache der Erkrankung ist nicht abschließend [...]
Angeborene Anomalien und Epilepsie – Frage 8
Einige Autoren nennen eine symptomatische Kleinhirntonsillenektopie auch erworbene Chiari-Malformation Typ I. Messung Kleinhirntonsillentiefstand Ein Kleinhirntonsillentiefstand lässt sich am besten in der sagittalen T2w-Sequenz erkennen. Man zieht eine Linie, die durch den kaudalen Pol des Clivus und des Os occipitale führt (orangene Linie). Unterhalb der Linie misst man aus, wie weit die Kleinhirntonsillen tiefer stehen [...]
Fall 60: Auflösung
Lerninhalte Myokarditis MRT des Herzens mit Kontrastmittel Es zeigt sich fleckförmiges, subepikardiales und midventrikuläres Late Gadolinium Enhancement (Pfeile) basal bis apikal insbesondere der Lateralwand, teilweise auch der inferolateralen Wandabschnitte – korrespondierend zu dem Ödem in der T2w Black Blood. In Zusammenschau mit den klinischen Angaben passt der Befund zu einer akuten Myokarditis. Die Myokarditis beschreibt [...]
Fall 60: Dicom-Fall und Fragen
Schwierigkeitsgrad: Klinische Angaben: 22-jähriger Patient mit belastungsabhängiger Angina pectoris und Tachykardie. Troponin von 24000 ng/l.
Fall 59: Auflösung
Lerninhalte Fornixruptur Intravenöses Pyelogramm mit Low-Dose CT Abdomen Es zeigt sich ein direkter Übertritt von Kontrastmittel aus dem Nierenbecken nach ventral und dorsal in das Retroperitoneum (Pfeile, Kreis). Dieser Befund ist typisch für eine Fornixruptur. Eine klare Ursache lässt sich in diesem Fall nicht erkennen – ein Harnleiterstein, der in den meisten Fällen die Ruptur [...]
Fall 59: Dicom-Fall und Fragen
Schwierigkeitsgrad: Klinische Angaben: 47-jähriger Patient mit rechtsseitigen Flankenschmerzen.
Fall 58: Auflösung
Lerninhalte Zementembolie Röntgen Thorax AP Nachweis bipulmonaler Verdichtungen, welche den zentralen und peripheren Lungengefäßen folgen - es wurden die markantesten markiert. Die Verdichtungen entsprechen Palacos in den Lungenarterien, welches im Rahmen der Kyphoplastie als Komplikation in paravertebrale venöse Gefäße gelangte und fortgeleitet wurde. Der Befund entspricht somit einer ausgedehnten Zementembolie. Zementembolien bezeichnen das Eindringen von [...]




