Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen Fälle – Frage 8
Frage 2/5 Frage 3/5
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Frage 2/5 Frage 3/5
Frage 4/5 Frage 5/5 Das Kind wurde auf weitere Traumafolgen untersucht. Dabei zeigten sich retinale Einblutungen beidseits sowie unterschiedlich alte Hämatome an Brustkorb und Extremitäten. Bereits vom Befund in der CCT (= mehrzeitige SDH) bestand der Verdacht auf ein „battered-child-syndrom“, eine Kindesmisshandlung. Bei einem (meist) Schütteltrauma reißen die Brückenvenen, so dass es zu subduralen Hämatomen [...]
Frage 1/6 Im Verlauf erfolgt eine MRT des Schädels.
Frage 2/6 Frage 3/6
Frage 4/6 Frage 5/6
Frage 6/6 Bei der Patientin wurde eine MRT der Wirbelsäule und zusätzlich eine CT-Myelographie durchgeführt bei denen sich ein Liquorleck in Höhe BWK 8/9 nachweisen lies. Ursächlich war ein spitzer Knochensporn der Bandscheibe BWK 8/9, welcher lokal die Dura verletzte. Therapeutisch wurde zunächst ein konservatives Prozedere gewählt (mit Coffein-Tabletten 3-mal täglich). Bei fehlendem Ansprechen auf [...]
Frage 1/5 Frage 2/5 Frage 3/5
Hirntumore in strategischer Lokalisation wie in diesem Fall im Frontallappen, ein Normaldruckhydrozephalus und intrakranielle Blutungen sind häufig vorkommende Pathologien, die klinisch mit Symptomen einer neurodegenerativen Erkrankung einhergehen können. Zu den Leitsymptomen einer Demenz gehören die Abnahme von Gedächtnis und Denkvermögen mit Beeinträchtigung der Aktivitäten des täglichen Lebens, welche mehr als 6 Monate anhalten. Kognitive Symptome [...]
Sekundäre Demenzformen können ausgelöst werden durch: Normaldruckhydrozephalus Traumata (Blutungen) Tumore Hypoxischer Hirnschaden metabolische/toxische Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Schilddrüsendysfunktion, Vitaminmangel, Alkoholkrankheit, Morbus Wilson) entzündliche/infektiöse Erkrankungen (z.B. Neurolues, Neuroborreliose, HIV-Enzephalitis) Zu den primären Demenzformen zählen: Morbus Alzheimer Vaskuläre Demenz Frontotemporale Demenz Lewy-Body-Demenz Demenz bei Morbus Parkinson Atypische Parkinson-Syndrome Mischformen
Zur Diagnosestellung einer Demenz reicht die radiologische Bildgebung alleine nicht aus. Die Diagnose einer Demenz wird immer in Zusammenschau von Anamnese, körperlicher Untersuchung und neuropsychologischen Tests (z.B. Mini-Mental-Status-Test) gestellt.
Morbus Alzheimer ist die am häufigsten vorkommende primäre Demenzform (ca. 50-70% aller primären Demenzformen). Es werden typische (ca. 90%) und atypische (10%) Varianten unterschieden. Klinisch stehen Störungen des episodischen Kurzzeitgedächtnisses im Vordergrund. Aufgrund der Gedächtnisstörung ist die Alltagsfähigkeit gestört. Morbus Alzheimer MRT des Schädels eines 57-jährigen Patienten mit zunehmenden Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen in den [...]
Bei Personen < 75 Jahren gilt ein MTA-Score von ≥ 2, bei Patienten ≥ 75 Jahren ein Score ≥ 3 als pathologisch. Beim MTA-Score wird der Hippocampus am besten auf koronaren T1w Schnitten beurteilt. Dabei werden die Weite der Fissura choroidea die Weite des Temporalhorns des Seitenventrikels und die Höhe des Hippocampus berücksichtigt. Bei einer [...]
Bei der Patientin lag eine frontotemporale Lobärdegeneration vor (genauer gesagt eine primäre progressive Aphasie). Es lassen sich klinisch zwei Varianten der frontotemporalen Lobärdegeneration unterscheiden: behaviorale Variante (Haupttyp) mit Verhaltensauffälligkeiten (gestörtes Sozialverhalten mit Enthemmung und Aggression), Wesensveränderung (Verlust von Manieren) sowie (bei Befall der dominanen Hemisphäre) Aphasie die primäre progressive Aphasie mit Leitsymptom Aphasie. Wie der [...]
Die radiologische Bildgebung bei Patient*innen mit der Verdachtsdiagnose Morbus Parkinson dient zum Ausschluss von sekundären Demenzformen und sekundären Parkinson-Syndromen (Blutungen, Tumore, toxische/metabolische/entzündliche Veränderungen). Ebenfalls kann es radiologisch Hinweise auf atypische Parkinson-Syndrome geben. Letztlich sind bei Morbus Parkinson die Anamnese und klinische Untersuchung die zentralen Diagnosekriterien.
Klinisch präsentieren sich Patient*innen mit atypischen Parkinson-Syndromen mit Bradykinese/Akinese, Ruhetremor, Rigor und posturaler Instabilität (= typische Parkinson-Syndrome) sowie zusätzlichen (Plus-)Befunden wie z.B. Beteiligung des autonomen Nervensystems, Symptomen einer Kleinhirnerkrankung, frühzeitigem Auftreten von visuellen oder akustischen Halluzinationen oder frühzeitiger Entwicklung einer Demenz. Für die Diagnose eines Morbus Parkinson müssen atypische Parkinson-Syndrome ausgeschlossen werden. Hauptmerkmal von atypischen [...]
Der Fall zeigt das typische Atrophiemuster der Multisystematrophie-C (zerebellärer Typ). Die Multisystematrophie (MSA) gehört zu den atypischen Parkinson-Syndromen. Ein Leitsymptom ist die autonome Dysregulation. Entsprechend der Dominanz von zwei weiteren Symptomkomplexen lassen sich zwei Formen der MSA unterscheiden: MSA-C (zerebellärer Typ): Dominanz der Kleinhirnsymptome; radiologisch zeigt sich eine Atrophie des Kleinhirns und der Pons. MSA-P [...]
Die Wernicke-Enzephalopathie ist ein neurologischer Notfall und bedingt durch den Mangel an Thiamin (Vitamin B1). Meist tritt die Erkrankung bei alkoholabhängigen Patient*innen aufgrund einer Mangelernährung auf, sie kann jedoch ebenso bei Personen mit andersartiger Mangelernährung (z.B. bei Essstörungen oder Malabsorptionsstörungen) vorkommen. Die Therapie besteht aus der sofortigen Substitution von intravenösem Thiamin, welches zu einer vollständigen [...]
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