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Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 18

Zu den Virusenzephalitiden gehören beispielsweise: Zytomegalie-Virus-Enzephalitis Ebstein-Barr-Enzephalitis Varizella-zoster-Enzephalitis Progressive multifokale Enzephalopathie (JC-Virus) Frühsommer-Meningoenzephalitis HIV-Enzephalitis Masernvirus-Enzephalitis Die radiologischen Befunde bei Virusenzephalitiden können sehr heterogen sein. Häufig finden sich T2w/FLAIR hyperintense Veränderungen des Marklagers. Es können jedoch auch Kortex, Basalganglien, Hirnstamm und Kleinhirn beteiligt sein. Die Rolle der Bildgebung liegt in der Differenzierung gegenüber ischämischen und neoplastischen [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 182025-08-11T18:38:11+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 19

Die klinische Symptomatik ist häufig nicht spezifisch. In den überwiegenden Fällen liegen keine manifesten, klinischen Entzündungszeichen vor. Durch die raumfordernde Komponente und in Abhängigkeit der Abszesslokalisation kommt es primär zu fokalen, neurologischen Defiziten, epileptischen Anfällen oder Zeichen des erhöhten Hirndrucks, wodurch die Patient*innen vorstellig werden. Risikofaktoren für die Entstehung eines zerebralen Abszesses sind: Zahnabszess Sinunasale [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 192025-08-11T18:38:37+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 20

Die Kapsel ist am besten in der SWI und in der T2w/FLAIR sichtbar. Das dual rim sign wird bei ca. 75% der Abszessbefunde nachgewiesen: Dabei sind zwei konzentrische Säume in der SWI (innere: hyperintens, äußere: hypointens) um die Abszesshöhle abgrenzbar – diese sind glatt begrenzt und komplett geschlossen. Das dural rim sign ist eine Möglichkeit, [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 202025-08-11T18:39:24+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 21

In diesem Fall lag eine bakterielle Meningitis vor. In nur der Hälfte der Fälle ist ein bildmorphologisches Korrelat einer Meningitis nachweisbar.  Die häufigsten bakteriellen Erreger sind: Haemophilus influenzae Streptococcus pneumoniae Neisseria meningitidis (Meningokokken) Häufige Ursache einer Meningitis ist die Fortleitung einer lokalen Entzündung der Nasennebenhöhlen oder Mittelohr/Mastoidzellen über die Schädelbasis nach intrakraniell. Darüber hinaus kann [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 212025-08-11T18:40:34+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 22

In der MRT lässt sich zwischen der Leptomeninx (Pia mater und Arachnoidea mater) sowie der Pachymeninx (Dura mater) differenzieren. Sowohl eine Verdickung der Leptomeninx als auch der Pachymeninx kann auf einen entzündlichen Prozess hindeuten. Bei der Leptomeninx kann die Konfiguration (linear/glatt versus nodulär/irregulär) der Kontrastmittel-Anreicherung auf die Ursache hindeuten: Eine lineare, glatt begrenzte Kontrastmittel-Anreicherung entlang [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 222025-08-11T18:41:00+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 23

Für die Diagnose einer Multiplen Sklerose ist der Nachweis einer räumlichen Dissemination von Läsionen im ZNS zentral; eine zeitliche Dissemination ist nach den aktuellen Kriterien nicht mehr zwingend erforderlich, kann die Diagnose aber stützen. In diesem Fall lagen sowohl die räumliche als auch die zeitliche Dissemination vor, sodass nach den aktuellen McDonald-Kriterien (Revision 2024) eine [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 232026-07-05T14:37:33+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 24

Bei der Optikusneuritis gilt der Merkspruch „Die Patientin sieht nichts (-> Zentralskotom) und der Arzt sieht auch nichts (-> unauffällige Ophthalmoskopie)“. Die klinische Symptomatik kann aufgrund der polytopen Demyelinisierungsherde sehr variabel sein. Unter anderem können sich Sensibilitätsstörungen, motorische Störungen oder vegetative Symptome, welche mindestens 24 Stunden anhalten, als klinischer Schub präsentieren. Die Diagnose einer Multiplen [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 242026-07-08T09:07:58+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 25

Pathognomonisch für die NMOSD sind IgG-Autoantikörper, die sich gegen den Wasserkanal Aquaporin-4 (AQP4) auf Astrozyten richten. Diese lassen sich bei 80% der Patient*innen im Serum nachweisen. Bei der MOG-IgG-assoziierten Erkrankungen finden sich IgG-Autoantikörper gegen das Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein (MOG) im Serum.

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 252026-07-05T14:29:49+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 26

Die bildmorphologischen Merkmale der akuten disseminierten Enzephalomyelitis (ADEM) in der MRT sind: Multifokale (bilaterale und asymmetrische) T2w/FLAIR hyperintense Läsionen (klein bis tumefactive) in der weißen Substanz supra- oder infratentoriell, bevorzugt subkortikal. Die Ausdehnung bis zum Balken ist untypisch (im Gegensatz zur Multiplen Sklerose) Häufig nehmen die Läsionen Kontrastmittel auf (punktförmig, komplett randständig oder inkomplett randständig) [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 262025-08-11T18:42:37+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 27

Am häufigsten (> 90%) tritt die ADEM nach einer Infektion auf (nach Tagen bis einigen Wochen) und in geringem Anteil (ca. 5%) nach einer Impfung (innerhalb von 4 Wochen). Fehlen die anamnestischen Angaben einer Infektion oder Impfung bei der Verdachtsdiagnose einer ADEM, kann es unklar bleiben, ob es sich um eine Erstmanifestation einer Multiplen Sklerose [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 272025-08-11T18:08:37+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 28

Der bildmorphologische Unterschied der HIV-Enzephalitis und PML besteht darin, dass bei der PML die U-Fasern immer beteiligt sind. Die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) ist eine Infektionserkrankung, welche durch die Reaktivierung des JC-Virus bedingt ist und durch eine fortschreitende Demyelinisierung der weißen Substanz (der Kortex wird ausgespart) gekennzeichnet ist. Die PML tritt bei Patient*innen mit Immunsuppression [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 282025-08-11T18:43:05+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 29

Die Toxoplasmose ist eine parasitäre Erkrankung (durch Toxoplasma gondii verursachte Zoonose), bei der Zysten des Erregers über Katzenkontakt (Katzenfäkalien) oder rohes Fleisch übertragen werden. Bei Patient*innen mit Immunschwäche kann es unbehandelt zu einer tödlichen Enzephalitis führen; bei immunkompetenten Erwachsenen ist der Erreger harmlos. Zerebrale Toxoplasmose-Manifestationen sind gehäuft an der Mark-Rinden-Grenze, in den Basalganglien und in [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 292025-08-11T18:43:29+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 30

Die Kryptokokkose wird durch den Hefepilz Cryptoccocus neoformans hervorgerufen. Die Übertragung der Sporen (infizierte Bodenpartikel, Vogelkot) erfolgt über die Inhalation. Die Kryptokokkose tritt insbesondere bei immungeschwächten Patient*innen auf, besonders gehäuft als opportunistische Infektion bei HIV-Patient*innen. ZNS-Manifestationen der Kryptokokkose beinhalten: Meningoenzephalitis (primär bei immunkompetenten Patient*innen) Gelatinöse Pseudozysten in perivaskulären Räumen (primär bei immungeschwächten Patient*innen).

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 302025-08-11T18:11:02+02:00

Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen Fälle – Frage 3

Frage 5/5 Der vorliegende Fall soll die Differentialdiagnosen von extraaxialen (epiduralen/subduralen), hyperdensen Veränderungen in der CT veranschaulichen. Weitere Differentialdiagnosen sind: - Meningeom/Meningeomatose - extraaxiale Lymphommanifestation - extramedulläre Hämatopoese Eine 81-jährige Patientin wird bewusstlos zwischen 2 PKWs auf dem Parkplatz aufgefunden und in die Notaufnahme gebracht. Sie weist einen Glasgow-Coma-Score von 6 auf und wurde von [...]

Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen Fälle – Frage 32025-04-29T21:06:13+02:00

Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen Fälle – Frage 6

Frage 4/4 Bei einem (schweren) Schädel-Hirn-Trauma ist bei der Befundung zu beachten, dass die verschiedenen Kompartimente der Traumafolgen (parenchymal, subarachnoidal, subdural und epidural) korrekt benannt werden. Daraus ergeben sich Einschätzungen für Folgeschäden und potenzielle Komplikationen in der Akutphase: - Kontusionsblutungen können bereits nach mehreren Stunden „aufblühen“ und raumfordernd werden. Als Spätfolge entsteht ein Parenchymschaden / [...]

Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen Fälle – Frage 62025-04-29T21:06:13+02:00
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