Intrakranielle Tumore – Frage 7
50% der Hirnmetastasen treten solitär auf.
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50% der Hirnmetastasen treten solitär auf.
Eingeblutete Metastasen finden sich häufig bei den folgenden Primärtumoren: Malignes Melanom Nierenzellkarzinom Chorionkarzinom Schilddrüsenkarzinom Lungenkarzinom Mammakarzinom Eingeblutete Hirnmetastasen MRT eines 50-jährigen Patienten mit bekanntem Schilddrüsenkarzinom und zerebralen Metastasen Nachweis von jeweils zwei T1w hyperintensen (weiße Pfeile) und T1w isointensen (orangene Pfeile) Läsionen im rechten Thalamus und im Nucleus caudatus. In der Kontrastmittel-gestützten T1w-Sequenz weisen [...]
Sowohl der Befund in der MRT als auch im Liquor bestätigten die Diagnose einer Meningeosis carcinomatosa. In der nativen CCT kann als alleiniges Zeichen einer Meningeosis eine Liquorzirkulationsstörung sichtbar sein. Mittels der MRT lässt sich eine durale Metastasierung von einer leptomeningealen Metastasierung unterscheiden. Die Sensitivität der MRT zur Detektion einer typischen meningealen Kontrastmittelanreicherung liegt bei [...]
Meningeome sind langsam wachsende Hirntumore (ZNS-WHO-Grad 1-3), welche von den Zellen der Arachnoidea ausgehen. Schwannome (Synonym: Neurinome) sind langsam wachsende Tumoren des peripheren Nervensystems, welche von den Schwannschen Zellen ausgehen. Typische Lokalisation ist der Kleinhirnbrückenwinkel bzw. ausgehend vom Nervus vestibulocochlearis (= Vestibularisschwannom).
Eine intraossäre Ausdehnung oder reaktive Hyperostose der angrenzenden Schädelkalotte kann begleitend vorliegen. Ein Meningeom ZNS-WHO-Grad 1 lässt sich bildmorphologisch nicht von einem Meningeom ZNS-WHO-Grad 3 unterscheiden. Olfaktoriusmeningeom CCT und MRT des Schädels eines 55-jährigen Patienten mit akut aufgetretenem, anhaltendem, immobilisierendem Schwankschwindel und Verschwommensehen Nachweis einer ca. 4,5 x 4,5 cm messenden extraaxialen Raumforderung entlang [...]
In der Diagnostik von hirneigenen Tumoren bzw. Hirntumoren ist es wichtig, alle erforderlichen Standard-Sequenzen in die Beurteilung einzubeziehen. Die aktuelle Leitlinie empfiehlt, dass bei der Diagnostik von Gliomen die Schichtdicke der Sequenzen 5 mm nicht überschreiten sollte. Darüber hinaus werden für die Untersuchung 3 Ebenen empfohlen sowie T2w oder FLAIR-Sequenzen in mindestens 2 Ebenen. Den [...]
Frage 5/5 Die zuverlässigsten bildmorphologischen Diagnosekriterien eines NPH sind das DESH-Zeichen und der Corpus-callosum-Winkel: 1. Das DESH-Zeichen („disproportional enlarged subarachnoid space hydrocephalus“) beschreibt die Diskrepanz zwischen dem erweiterten, ballonierten Ventrikelsystem bzw. der erweiterten Sylvischen Fissur und den enggestellten vertexnahen äußeren Liquorräumen. Ein hoher DESH-Score (mit weiteren Kriterien im Punktesystem) ist ein Prädiktor für eine klinisch [...]
Der ischämische Schlaganfall ist bedingt durch eine akute zerebrale Durchblutungsstörung im arteriellen (und deutlich seltener im venösen) Stromgebiet. Der hämorrhagische Schlaganfall umfasst die intrazerebrale Blutung (ca. 10-15%) sowie die Subarachnoidalblutung (ca. 5%). Beide Formen lassen sich anhand anamnestischer Angaben oder klinischer Befunde nicht differenzieren. In der Prähospitalphase hat sich unter anderem der FAST-ED Score etabliert, welcher [...]
Die fünf genannten Ursachen entsprechen den fünf Gruppen der TOAST-Klassifikation: „Makroangiopathie“, „Kardial embolisch“, „Mikroangiopathie“, „Andere Ätiologie“ und „Unklare Ätiologie“. Die TOAST-Klassifikation (benannt nach der klinischen Studie „Trial of Org 10172 in Acute Stroke Treatment“) ordnet somit die Ursachen des ischämischen Schlaganfalls und ist das meistverwendete Klassifikationssystem für Schlaganfallsubgruppen in der Fachliteratur.
Endstrominfarkte sind Infarkte im distalen Versorgungsgebiet der penetrierenden Arterien („letzte Wiesen“). Grenzzoneninfarkte sind zwischen den Versorgungsgebieten der Anterior-/Media-/Posteriorterritorien lokalisiert. Lakunäre Infarkte definieren sich über ihre Ausdehnung (max. 2 cm groß) und ihre Lokalisation (subkortikal und in den tiefen Hirnarealen / perforierenden Endarterien in den Stammganglien und Thalami lokalisiert - nicht kortikal). Infarkttypen im nativen [...]
Bei hämodynamischen Infarkten in allen Versorgungsgebieten (vorderes und hinteres Stromgebiet) sollte auch an systemische hämodynamische Prozesse (z.B. vermindertes Herzzeitvolumen) gedacht werden.
Falls ein Gefäßverschluss in der CT-Angiographie vorliegt, kann entschieden werden, ob der zerebrale Gefäßverschluss endovaskulär erreicht werden und eine mechanische Thrombektomie durchgeführt werden kann. Das Ausmaß und die Lokalisation des noch zu rettenden Gewebes in der CT-Perfusion ist entscheidend für die Abwägung einer rekanalisierenden Therapie. Patient*innen, die die Voraussetzung für eine endovaskuläre Schlaganfalltherapie erfüllen, sollen [...]
Die Differenzierung zwischen akuter Ischämie und akutem Infarkt ist wichtig und kann therapeutische Konsequenzen nach sich ziehen: Die akute Ischämie ist potenziell reversibel und entspricht der Penumbra (des noch zu rettenden Gewebes). Der akute Infarkt ist irreversibel (bereits untergegangenes Hirnparenchym) und ist in der nativen CCT als hypodense Infarktdemarkation erkennbar. Das hyperdense Gefäßzeichen entspricht dem blutreichen [...]
Gerade das Anfangsstadium innerhalb der ersten 24 Stunden nach Symptombeginn kann sehr variabel sein. Es gibt Patient*innen mit akutem zerebralem Gefäßverschluss, bei denen auch nach 12 Stunden keine Infarktdemarkierung in der nativen CCT sichtbar ist. Umgekehrt gibt es auch Patient*innen, bei denen bereits nach einer Stunde nach Symptombeginn ausgedehnte Hypodensitäten DD: akuter Infarkt nachweisbar sind. [...]
Typische Perfusionskarten in der Schlaganfalldiagnostik sind: Zerebrales Blutvolumen (CBV, cerebral blood volume) Zerebraler Blutfluss (CBF, cerebral blood flow) Mittlere Transitzeit (MTT, mean transit time) Zeit zur Drainage (TTD, time to drain) Die CT-Perfusion bildet dennoch nur eine Momentaufnahme ab und ist ein Verfahren, das stark vom Blutdruck bzw. Herz-Kreislauf-System beeinflusst werden kann. Bei Patient*innen, die [...]
Die Parameter CBV, CBF und MTT stehen in folgendem Zusammenhang: CBF = CBV / MTT Die Differenzierung zwischen akuter Ischämie und akutem Infarkt ist wichtig und kann therapeutische Konsequenzen nach sich ziehen. Die akute Ischämie ist potenziell reversibel und entspricht der Penumbra. Der akute Infarkt ist irreversibel (bereits untergegangenes Hirnparenchym) und ist zum einen in [...]
Trotz der genannten theoretischen Unterschiede ist es bildmorphologisch häufig nicht möglich, beide Pathologien auseinander zu halten, insbesondere wenn nur Anteile des limbischen Systems betroffen sind (z.B. nur temporomesiale Strukturen wie Hippocampus oder Gyrus parahippocampalis).
Die klinischen Beschwerden ähneln denen von Patient*innen mit einer Herpes-simplex-Enzephalitis, jedoch ist die HSV-Enzephalitis gegenzeichnet durch einen akuten Verlauf mit Fieber. Neben dem kleinzelligen Lungenkarzinom mit Anti Hu-Antikörpern, welche in den meisten Fällen ursächlich für die paraneoplastische limbische Enzephalitis ist, tritt die Erkrankung auch bei folgenden Tumoren auf: Keimzelltumor des Hodens Mammakarzinom Ovarialkarzinom Hodgkin-Lymphom Teratom [...]
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