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Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 23

Für die Diagnose einer Multiplen Sklerose ist der Nachweis einer räumlichen Dissemination von Läsionen im ZNS zentral; eine zeitliche Dissemination ist nach den aktuellen Kriterien nicht mehr zwingend erforderlich, kann die Diagnose aber stützen. In diesem Fall lagen sowohl die räumliche als auch die zeitliche Dissemination vor, sodass nach den aktuellen McDonald-Kriterien (Revision 2024) eine [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 232026-07-05T14:37:33+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 24

Bei der Optikusneuritis gilt der Merkspruch „Die Patientin sieht nichts (-> Zentralskotom) und der Arzt sieht auch nichts (-> unauffällige Ophthalmoskopie)“. Die klinische Symptomatik kann aufgrund der polytopen Demyelinisierungsherde sehr variabel sein. Unter anderem können sich Sensibilitätsstörungen, motorische Störungen oder vegetative Symptome, welche mindestens 24 Stunden anhalten, als klinischer Schub präsentieren. Die Diagnose einer Multiplen [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 242026-07-08T09:07:58+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 25

Pathognomonisch für die NMOSD sind IgG-Autoantikörper, die sich gegen den Wasserkanal Aquaporin-4 (AQP4) auf Astrozyten richten. Diese lassen sich bei 80% der Patient*innen im Serum nachweisen. Bei der MOG-IgG-assoziierten Erkrankungen finden sich IgG-Autoantikörper gegen das Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein (MOG) im Serum.

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 252026-07-05T14:29:49+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 26

Die bildmorphologischen Merkmale der akuten disseminierten Enzephalomyelitis (ADEM) in der MRT sind: Multifokale (bilaterale und asymmetrische) T2w/FLAIR hyperintense Läsionen (klein bis tumefactive) in der weißen Substanz supra- oder infratentoriell, bevorzugt subkortikal. Die Ausdehnung bis zum Balken ist untypisch (im Gegensatz zur Multiplen Sklerose) Häufig nehmen die Läsionen Kontrastmittel auf (punktförmig, komplett randständig oder inkomplett randständig) [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 262025-08-11T18:42:37+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 27

Am häufigsten (> 90%) tritt die ADEM nach einer Infektion auf (nach Tagen bis einigen Wochen) und in geringem Anteil (ca. 5%) nach einer Impfung (innerhalb von 4 Wochen). Fehlen die anamnestischen Angaben einer Infektion oder Impfung bei der Verdachtsdiagnose einer ADEM, kann es unklar bleiben, ob es sich um eine Erstmanifestation einer Multiplen Sklerose [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 272025-08-11T18:08:37+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 28

Der bildmorphologische Unterschied der HIV-Enzephalitis und PML besteht darin, dass bei der PML die U-Fasern immer beteiligt sind. Die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) ist eine Infektionserkrankung, welche durch die Reaktivierung des JC-Virus bedingt ist und durch eine fortschreitende Demyelinisierung der weißen Substanz (der Kortex wird ausgespart) gekennzeichnet ist. Die PML tritt bei Patient*innen mit Immunsuppression [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 282025-08-11T18:43:05+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 29

Die Toxoplasmose ist eine parasitäre Erkrankung (durch Toxoplasma gondii verursachte Zoonose), bei der Zysten des Erregers über Katzenkontakt (Katzenfäkalien) oder rohes Fleisch übertragen werden. Bei Patient*innen mit Immunschwäche kann es unbehandelt zu einer tödlichen Enzephalitis führen; bei immunkompetenten Erwachsenen ist der Erreger harmlos. Zerebrale Toxoplasmose-Manifestationen sind gehäuft an der Mark-Rinden-Grenze, in den Basalganglien und in [...]

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 292025-08-11T18:43:29+02:00

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 30

Die Kryptokokkose wird durch den Hefepilz Cryptoccocus neoformans hervorgerufen. Die Übertragung der Sporen (infizierte Bodenpartikel, Vogelkot) erfolgt über die Inhalation. Die Kryptokokkose tritt insbesondere bei immungeschwächten Patient*innen auf, besonders gehäuft als opportunistische Infektion bei HIV-Patient*innen. ZNS-Manifestationen der Kryptokokkose beinhalten: Meningoenzephalitis (primär bei immunkompetenten Patient*innen) Gelatinöse Pseudozysten in perivaskulären Räumen (primär bei immungeschwächten Patient*innen).

Neurodegenerative und Entzundliche Erkrankungen – Frage 302025-08-11T18:11:02+02:00
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