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Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 12

Aufgrund der universellen Anwendbarkeit ist der diagnostische Standard die CT-Bildgebung. Ferner darf die Schlaganfalldiagnostik die rekanalisierende Therapie nicht verzögern. Daher muss sichergestellt werden, dass die MRT-Bildgebung (wenn als alternatives Verfahren gewählt) ohne weiteres zur Verfügung steht. Der logistische Aufwand ist bei der MRT deutlich höher als bei der CT. Die MRT-Untersuchung dauert länger und bestimmte [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 122025-08-12T18:53:59+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 13

Die DWI zeigt bereits einige Minuten nach einem zerebralen Gefäßverschluss ein erhöhtes Signal mit konkordanter Absenkung in der ADC-Karte (= Diffusionseinschränkung). Zu diesem Zeitpunkt erscheint das ischämische Areal in den weiteren Sequenzen unauffällig. Im (hyper)akuten Stadium lässt sich gegebenenfalls ein Thrombus in der T2* oder SWI nachweisen sowie eine Flussreduktion oder Gefäßokklusion in der Gefäßdarstellung. [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 132025-08-13T08:29:48+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 14

Die intravenöse Thrombolyse ist innerhalb von 4,5 Stunden nach Symptombeginn indiziert sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Das Zeitfenster kann je nach Befund in der erweiterten Bildgebung (MRT oder CT-Perfusion) auf 9 Stunden ausgedehnt werden.  Typische Kontraindikationen der intravenösen Thrombolyse sind unter anderem: Akute intrakranielle Blutung Operationen oder Trauma innerhalb der letzten zwei Wochen Erkrankungen mit erhöhtem [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 142025-08-12T18:57:13+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 15

1. Thrombusaspiration:  Die häufigste verwendete Technik zur direkten Thrombusaspiration ist die ADAPT-Technik [A Direct Aspiration first Pass Technique; Turk et al. 2014]. Dabei wird der Thrombus mit Hilfe einer Pumpe oder einer Vakuum-Spritze, welche einen starken Unterdruck erzeugen, direkt an der Katheterspitze angesaugt (aspiriert) und mit dem Katheter aus dem Gefäß entfernt. Entsprechend dem Kaliber [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 152025-08-13T08:30:18+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 16

Der Anteil der stroke mimics an allen Patient*innen mit der Verdachtsdiagnose Schlaganfall liegt bei ca. 30%. Die plötzlich auftretenden fokal-neurologischen Defizite sind bei stroke mimics in der Regel reversibel.

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 162025-08-12T18:57:58+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 17

Mikroangiopathische Gefäßwandveränderungen lassen sich allenfalls in der MRT-Bildgebung nachweisen (z.B. mit der T1w black blood Sequenz). Selbst die Auflösung der digitalen Subtraktionsangiographie reicht für die kleinen, peripheren Hirngefäße nicht aus. Somit wird indirekt aus der Folge der Gefäßveränderungen bzw. den Parenchymläsionen und deren Verteilungsmuster auf die mögliche Ursache geschlossen. Die zerebrale Mikroangiopathie ist nicht nur [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 172025-08-12T18:58:08+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 18

Erworbene zerebrale Mikroangiopathien machen 90%, hereditäre zerebrale Mikroangiopathien machen 10% der Fälle aus. Ein fortgeschrittener Befund einer hypertensiven Mikroangiopathie kann auf eine subkortikale arteriosklerotische Enzephalopathie (SAE) hindeuten. Jedoch sind die Begriffe nicht synonym zu verwenden. Die SAE ist ein pathomorphologischer Befund und beschreibt eine Erkrankung, sodass der Bildbefund mit der Klinik korreliert werden muss. Die [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 182025-08-12T18:58:19+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 19

CADASIL steht für cerebral autosomal dominant arteriopathy with subcortical infarcts and leukoencephalopathy. Bei der Befundung muss das klinische Erscheinungsbild berücksichtigt werden. Hierbei unterscheiden sich die Erkrankungen maßgeblich. Patient*innen mit CADASIL sind deutlich jünger (ab dem 3. Jahrzehnt) und weisen keine typischen Risikofaktoren (wie langjähriger Hypertonus) auf. Manche Autor*innen nennen auch das Auftreten von erweiterten perivaskulären [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 192025-08-13T08:35:50+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 20

Die Manifestationen 2-4 lassen sich am besten mit der SWI oder T2* in der MRT nachweisen. Differentialdiagnose der zerebralen Mikroblutungen bei Amyloidangiopathie ist die hypertensive Mikroangiopathie. Hierbei finden sich typischerweise Mikroblutungen in den Stammganglien, Thalami, Pons und Kleinhirn. Das Bild einer zerebralen Amyloidangiopathie findet sich bei ca. 80% von Alzheimer Erkrankten. Andersrum haben 40% von Patient*innen [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 202025-08-13T08:36:53+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 21

Man unterscheidet zwischen der primären und sekundären ZNS-Vaskulitis. Bei der primären ZNS-Vaskulitis ist alleinig das Zentralnervensystem betroffen. Sekundäre Formen entstehen als Folge von systemischen inflammatorischen oder infektiösen Erkrankungen (z.B. Takayasu Arteritis, Polyarteritis nodosa, Morbus Behçet). Es können kleine, mittelgroße und große Gefäße betroffen sein. Neben der klinischen Untersuchung sind laborchemische Untersuchungen inklusive Liquordiagnostik entscheidend. Ein [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 1 – Frage 212025-08-12T18:59:19+02:00
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