Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen – Frage 14
Bei unklarer Anamnese oder unklarem Bildbefund ist eine ergänzende CT-Angiographie der Kopf-Hals-Gefäße obligat. Eine zusätzliche diagnostische Angiographie zum Ausschluss einer Blutungsquelle kann ebenfalls diskutiert werden, wenn der Bildbefund untypisch ist (z.B. bei einseitiger perisylvischer SAB oder diffuser basaler SAB). Traumatische Subarachnoidalblutung Native CCT eines 81-jährigen Patienten mit zunehmend verwaschener Sprache und Verlangsamung. Der Patient [...]
Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen – Frage 16
Kontusionsblutungen sind häufig mit weiteren Traumafolgen wie der traumatischen Subarachnoidalblutung assoziiert.
Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen – Frage 17
Ein häufiger Zufallsbefund sind postkontusionelle Defekte, welche typischerweise frontobasal (angrenzend an die Schädelbasis), temporobasal (oder temporopolar) und temporolateral lokalisiert sind. In 90% der Fälle treten sie bilateral auf. Die Veränderungen reichen meist bis an die Schädelkalotte; der angrenzende Seitenventrikel kann kompensatorisch aufgeweitet sein. Liegt ein einseitiger kortikaler Defekt vor, kann es schwierig sein diesen von [...]
Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen – Frage 18
Die CT-Bildgebung kann initial unauffällig sein, während im MRT bereits ein ausgedehnter Befund einer diffusen axonalen Scherverletzung vorliegt. Ist der Hirnstamm betroffen, spricht dies für ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Scherverletzungen können hämorrhagisch und nicht-hämorrhagisch sein. Die sensitivsten Sequenzen für die Detektion von Schwerverletzungen sind die SWI und FLAIR-Sequenz. Diffuse axonale Scherverletzung Native CCT und MRT [...]
Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen – Frage 19
Das Hirnödem bei Patient*innen mit Schädel-Hirn-Trauma entwickelt sich meist erst sekundär nach einer mehrtägigen Latenz. Bei schwerem Schädel-Hirn-Trauma kann es bereits in der initialen Bildgebung nachweisbar sein. Die Detektion eines Hirnödems kann bei milden Formen schwierig sein. Hierbei ist es wichtig, die Anamnese und Klinik im Hinterkopf zu behalten. In Abhängigkeit des Alters liegt eine [...]
Neurotraumata und Liquorzirkulationsstorungen – Frage 20
Das Hirnödem geht meist parallel einher mit einer herabgesetzten Grau-Weiß-Differenzierung. Es werden drei Formen der Herniation unterschieden: subfalcin transtentoriell (obere Einklemmung) transforaminal (untere Einklemmung) Bei der subfalcinen Herniation wird Hirnparenchym unterhalb der Falx cerebri eingeklemmt (meist Anteile des Gyrus cinguli). Die transtentorielle Herniation ist häufig deszendierend, von supra- nach infratentoriell mit Kompression des Di- und [...]




