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Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 15

Patient*innen mit einem Kavernom sind in der Hälfte der Fälle asymptomatisch. Wenn Kavernome symptomatisch sind, treten diese häufig durch epileptische Anfälle oder eine Hirnblutung in Erscheinung. Kavernome können solitär, gruppiert oder disseminiert (Kavernomatose) vorliegen. Anatomisch bestehen Kavernome aus erweiterten Gefäßräumen, die dicht gepackt sind ohne zwischenliegendes Hirnparenchym. Der Gefäßfluss innerhalb des Kavernoms ist langsam bis [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 152025-08-14T15:50:04+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 16

Die kapilläre Teleangiektasie findet sich typischerweise im Hirnstamm (Pons) und besitzt keinen Krankheitswert. Anatomisch bestehen kapilläre Teleangiektasien aus dilatierten Gefäßkapillaren umgeben von (gesundem) Hirnparenchym. Da sie häufig flächig imponieren, kann es differentialdiagnostisch schwierig sein den Befund von weiteren Kontrastmittel-aufnehmenden Läsionen (tumoröser oder entzündlicher Genese) zu unterscheiden.

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 162025-08-14T14:02:46+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 17

Die DVA ist die häufigste vaskuläre Malformation. Sie ist eine Low-Flow-Malformation und besitzt daher ein niedriges Blutungsrisiko. Dieses wird mit ca. 0.22% pro Jahr in der Fachliteratur angegeben. Die Häufigkeitsangaben von Kavernomen variieren zwischen 5-25%. Das Blutungsrisiko wird bei Kavernomen außerhalb des Hirnstamms mit 0.5% pro Jahr angegeben; das Blutungsrisiko bei Hirnstammkavernomen liegt bei bis [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 172025-08-14T14:02:56+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 18

In einem geringen zweistelligen Prozentsatz (ca. 12%) werden AV-Malformationen symptomatisch - häufig durch einen epileptischen Anfall oder eine Hirnblutung. Arteriovenöse Malformationen treten in der Regel (>95%) solitär auf und entsprechen meist High-Flow Malformationen. Bei Hinweisen auf eine AV-Malformation in der CT oder MRT sollte eine DSA durchgeführt werden. Diese dient zum Nachweis der Feeder und [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 182025-08-14T16:05:56+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 19

Durale AV-Fisteln können ein ausgedehntes Fistelnetz aufweisen mit multiplen zuführenden Arterien extra- wie intrakraniell. Entscheidend ob und wie behandelt wird, ist die Form der venösen Drainage (direkt in Sinus oder kortikale Venen, antegrader oder retrograder Fluss). Durale AV-Fisteln werden üblicherweise nach Cognard klassifiziert. Das Risiko für ein schlechtes neurologisches Outcome ist erhöht, wenn beispielsweise eine [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 192025-08-14T15:50:42+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 20

Die Gefahr einer Gefäßdissektion besteht zum einen durch die Lumeneinengung (Stenose oder Okklusion des Gefäßes) sowie durch die Ablösung von Thromben mit entsprechendem Risiko eines ischämischen Schlaganfalls. Die akute Gefäßdissektion ist die häufigste Ursache von Schlaganfällen bei Patient*innen unter 50 Jahre.   Vertebralisdissektion MRT einer 33-jährigen Patientin mit Hypästhesie im linken Arm und Schwindel nach [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 202025-11-02T14:39:51+01:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 21

Ein weiterer Vorteil der CT-A ist, dass bei einer Traumanamnese Begleitverletzungen (Fraktur in enger Langebeziehung zur Dissektion) suffizient abgebildet werden können. Bei der Befundung ist zu beachten, dass die genaue Lokalisation und Ausdehnung (extra- oder intrakraniell) der Gefäßdissektion beschrieben werden. Der Grad der Stenose oder das Vorliegen einer Okklusion ist entscheidend für die Therapieplanung. Die [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 212025-08-14T15:59:26+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 22

Die Durchführung einer CT-A bei Nachweis einer SAB in der nativen CCT ist obligatorisch. Die CCT besitzt in den ersten 24 Stunden eine ca. 95% Sensitivität für den Nachweis einer SAB. Die MRT (Protonen-gewichtete Sequenz oder FLAIR-Sequenz) hat in den ersten Tagen eine ähnliche Sensitivität wie die CCT, jedoch ist die MRT schlechter verfügbar. Darüber [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 222025-08-14T15:51:43+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 23

Die aneurysmatischen Subarachnoidalblutungen machen den Hauptteil aus (ca. 85%). Zu den nicht-aneurysmatischen Subarachnoidalblutungen (ca. 15%) gehören die präpontine (oder perimesencephale) und kortikale Subarachnoidalblutung. Bei der präpontinen Blutung findet man häufig keine Blutungsquelle; es wird eine venöse Ätiologie diskutiert. Kortikale Subarachnoidalblutungen finden sich häufiger bei Patient*innen mit zerebraler Amyloidangiopathie oder im Rahmen eines reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms. Weitere seltene [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 232025-08-14T15:52:04+02:00

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 24

Das Auftreten dieser Hauptkomplikationen bestimmt das klinische Outcome der Patient*innen. Das Risiko für die Rezidivblutung ist in den ersten Tagen (ca. 4% an Tag 1, dann 1-2% pro Tag) am größten. Daher wird eine schnellstmögliche Diagnostik (DSA) und Ausschaltung der potenziellen Blutungsquelle angestrebt. Laut der Leitlinie „Subarachnoidalblutung“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (jedoch seit > [...]

Neurovaskulare Erkrankungen Teil 3 – Frage 242025-08-14T15:52:27+02:00
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