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MSK Teil 5 – Frage 10

Da DISH und Syndesmophyten bei der Spondylitis ankylosans häufig verwechselt werden, hier nochmal die Abgrenzung: DISH (M. Forestier): Die diffuse idiopathische Skeletthyperostose ist eine degenerative Systemerkrankung mit massiver Verknöcherung der Bänder und Sehnenansätze an der Wirbelsäule. Sie betrifft typischerweise ältere Männer und ist mit Diabetes mellitus und Adipositas assoziiert. Radiologische Merkmale: Grobe, fließende, "zuckergussartige" Verknöcherungen [...]

MSK Teil 5 – Frage 102026-08-15T09:33:27+02:00

MSK Teil 5 – Frage 11

Klassische Lokalisation: Der Charcot-Fuß beim Diabetiker betrifft typischerweise das Lisfranc-Gelenk und das Chopart-Gelenk. Weitere Abgrenzungen zur Osteomyelitis:  Fistelbildung und Sequester sind dagegen wenig hilfreich, da auch Charcot-Gelenke fragmentierte Debris zeigen können, die wie Sequester imponieren. Die 3-Phasen-Szintigraphie zeigt bei beiden eine Mehranreicherung. Zur sicheren Unterscheidung ist eine Leukozytenszintigraphie oder eine KM-MRT sinnvoll.   Charcot-Fuß Röntgen [...]

MSK Teil 5 – Frage 112026-08-15T09:33:27+02:00

MSK Teil 5 – Frage 12

Looser-Umbauzonen sind hochspezifisch, aber nicht absolut pathognomonisch für die Osteomalazie:  Da Rachitis (Mineralisationsstörung des wachsenden Knochens vor Epiphysenfugenschluss, das pädiatrische Gegenstück zur Osteomalazie) denselben zugrunde liegenden Defekt darstellt, können vergleichbare Umbauzonen auch dort auftreten. Die Entitäten unterscheiden sich jedoch im führenden Manifestationsort: Bei der Rachitis dominieren Veränderungen an der Wachstumsfuge – Becherung ("cupping") und Ausfransung [...]

MSK Teil 5 – Frage 122026-08-15T09:33:27+02:00

MSK Teil 5 – Frage 13

Osteoporose = zu wenig Knochen (richtig mineralisiert).  Osteomalazie = Knochen da, aber weich (schlecht mineralisiert). Kurze Wiederholung: Zeichen der Osteomalazie – Looser-Umbauzonen: Diese schmalen, bandförmigen Aufhellungszonen verlaufen senkrecht zur Kortikalis. Es handelt sich um "Pseudofrakturen" aus nicht mineralisiertem Osteoid an Stellen mechanischer Belastung. Typische Lokalisationen sind Rippen, Beckenschaufeln, Schambeinäste und Femurhals. Ursachen der Osteomalazie: Vitamin-D-Mangel [...]

MSK Teil 5 – Frage 132026-08-15T09:33:27+02:00

MSK Teil 5 – Frage 14

Die subperiostale Resorption ist das klassischste und früheste radiologische Zeichen eines Hyperparathyreoidismus (HPT). Sie entsteht durch die osteoklastenstimulierende Wirkung von PTH auf den subperiostalen Knochen, bevorzugt an Stellen mit hohem Knochenumbau wie der Radialseite der Mittelphalangen. Man unterscheidet den primären versus sekundären HPT: Beim primären HPT ist die Nebenschilddrüse selbst erkrankt (meist Adenom) und sezerniert [...]

MSK Teil 5 – Frage 142026-08-15T09:33:27+02:00

MSK Teil 5 – Frage 15

"Rugger Jersey Spine" = renale Osteodystrophie. Weiße Streifen oben und unten, dunkle Mitte. Der Kontrast entsteht, weil PTH die Deck-/Bodenplatten sklerosiert, während das Zentrum durch Osteomalazie osteopen bleibt.   Renale Osteodystrophie ("Rugger Jersey Spine") versus Osteopetrose ("Sandwich Vertebrae") Das Muster der Abschlussplatten der Wirbelkörper ist bei der Osteopetrose sehr ähnlich (die Verdichtungen an den Abschlussplatten [...]

MSK Teil 5 – Frage 152026-08-15T09:33:27+02:00

MSK Teil 5 – Frage 16

Skorbut (Vitamin-C-Mangel): Vitamin C ist für die Kollagensynthese essentiell. Fehlt es, entstehen strukturell minderwertige Knochen und gestörte Mineralisation. Die Zeichen finden sich wie bei der Rachitis bevorzugt an den Wachstumszonen. Vier typische radiologische Zeichen des Skorbuts: Wimberger-Ring: Eine scharfe, sklerotische Ringstruktur um die Epiphysenkerne – die Kerne wirken wie umrandet. Frankel-Linie: Eine verdickte, dichte weiße [...]

MSK Teil 5 – Frage 162026-08-15T09:33:27+02:00

MSK Teil 5 – Frage 17

Der Morbus Paget ist eine chronische Skeletterkrankung mit gesteigertem, aber völlig ungeordnetem Knochenumbau. Osteoklasten und Osteoblasten sind beide überaktiv, aber nicht koordiniert, weshalb der neu gebildete Knochen strukturell minderwertig ist. Radiologische Zeichen: Grobe, strähnige, verdichtete Spongiosastruktur: Der Knochen wirkt "gewoben" mit vergröberten, unregelmäßigen Trabekeln. Kortikalisverdickung und Knochenvergrößerung: Der Pagettische Knochen ist größer und schwerer als [...]

MSK Teil 5 – Frage 172026-08-15T09:33:27+02:00

MSK Teil 6 – Frage 1

Alter + Lokalisation + Lodwick-Grad = die drei stärksten Prädiktoren für die Diagnose. Ein permeatives Muster (Lodwick III) bei einem 12-Jährigen diaphysär = Ewing-Sarkom. Dieselbe Läsion bei einem 65-Jährigen = Metastase oder multiples Myelom. Das Alter ändert die gesamte Differenzialdiagnose.

MSK Teil 6 – Frage 12026-08-15T10:05:29+02:00

MSK Teil 6 – Frage 2

Lodwick I = Gut begrenzt = gutartig/langsam. Lodwick III = permeativ = maligne/schnell. Lodwick II ist der "Graubereich". Der Übergang von I zu III ist ein Kontinuum der Tumoraggressivität. Hier einmal die Übersicht: Grad I – Geographic (Karten-artig, langsames Wachstum): Die Osteolyse ist scharf begrenzt und gut lokalisierbar. Ein sklerotischer Randsaum zeigt an, dass der [...]

MSK Teil 6 – Frage 22026-08-15T10:03:30+02:00
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