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MSK Teil 1 – Frage 10

Klinische Bedeutung:  Ein Bone Bruise ist häufig ein Begleitbefund bei Bandverletzungen. Das klassische Beispiel ist die VKB-Ruptur mit einer "Kissing Contusion" – einem charakteristischen Ödem am lateralen Femurkondylus und posterolateral am Tibiaplateau, das den Pivot-shift-Mechanismus abbildet. Bone Bruise wird ausschließlich in der MRT nachgewiesen: STIR und T2-fettgesättigt: Zeigen das Ödem als hyperintenses Signal. T1-Wichtung: Zeigt [...]

MSK Teil 1 – Frage 102026-06-15T09:07:48+02:00

MSK Teil 1 – Frage 9

Man unterscheidet vier indirekte Zeichen einer okkulten Fraktur im Röntgenbild: Gelenkerguss: Erkennbar durch Kapselvorwölbung oder Verlagerung von Fettkörpern, ohne sichtbare Frakturlinie. Lipohämarthros: Ein Fett-Blut-Spiegel im Gelenkraum, der auf eine intraartikuläre Fraktur mit Eröffnung des Markraums hinweist. Lokale Weichteilschwellung: Eine lokalisierte Zunahme der Weichteildichte über dem Schmerzpunkt weist auf eine zugrundeliegende Verletzung hin. Unterbrechung von Hilfslinien: [...]

MSK Teil 1 – Frage 92026-06-15T09:07:04+02:00

MSK Teil 1 – Frage 3

Die lateinischen Bezeichnungen erscheinen zwar in den Lehrbüchern, in der Praxis werden jedoch überwiegend die deutschen Begriffe verwendet. Die Richtung wird immer nach der Abweichung des distalen Fragments im Verhältnis zum proximalen beschrieben. "Nach radial offene Winkelbildung" bedeutet: Die Winkelspitze zeigt nach ulnar, das distale Fragment weicht nach radial ab. Diese Konvention muss im Befund [...]

MSK Teil 1 – Frage 32026-05-01T11:26:13+02:00

MSK Teil 1 – Frage 8

Fettpolsterzeichen oder “Fat-Pad-Sign” Röntgen des rechten Ellenbogens (lateral) einer 20-jährigen Patientin nach Sturz.  Das Fettpolsterzeichen beschreibt die Verlagerung der physiologischen periartikulären Fettkörper am Ellenbogen durch einen traumatischen Gelenkerguss (Hämarthros). Im seitlichen Röntgen des Ellenbogens werden diese Fettkörper durch den Erguss aus ihrer normalen Position verdrängt. Vorderes Fettpolster (orangener Pfeil): Es ist physiologisch als kleine helle [...]

MSK Teil 1 – Frage 82026-06-15T09:06:50+02:00

MSK Teil 1 – Frage 7

Primäre Heilung = kein Kallus sichtbar. Sekundäre Heilung = Kallus sichtbar. Kallus ist im Röntgen erst nach drei bis vier Wochen sichtbar. Fehlt Kallus nach sechs Wochen bei einer Fraktur, die sekundär heilen sollte, ist das ein Frühzeichen einer gestörten Heilung. Die primäre Heilung ist die Ausnahme – die sekundäre Heilung ist der biologische Regelfall. [...]

MSK Teil 1 – Frage 72026-06-15T09:06:38+02:00

MSK Teil 1 – Frage 6

Unstimmigkeiten zwischen Frakturform und Anamnese geben wichtige Hinweise auf Komplikationen oder nicht akzidentelle Ursachen: Die Spiralfraktur beim nicht-gehfähigen Kleinkind unter zwei Jahren ist bis zum Beweis des Gegenteils verdächtig auf Kindesmisshandlung und muss entsprechend dokumentiert werden. Hellhörig sollte man immer dann werden, wenn Frakturform, Lokalisation und Schwere der Verletzung nicht mit der geschilderten Anamnese, dem [...]

MSK Teil 1 – Frage 62026-06-18T19:49:41+02:00

MSK Teil 1 – Frage 5

"Röntgen negativ + Sport- oder Belastungsanamnese + Schmerzlokalisation" → Stressfraktur bis Beweis des Gegenteils → MRT. Ermüdungsfraktur und Insuffizienzfraktur fallen unter den Oberbegriff der Stressfrakturen, unterscheiden sich aber in der Ursache: Die Ermüdungsfraktur (Stressfraktur im engeren Sinne) entsteht durch abnorme, wiederkehrende Belastung auf einen physiologisch normalen Knochen. Ein klassisches Beispiel ist die Marschfraktur am Os [...]

MSK Teil 1 – Frage 52026-06-18T20:16:10+02:00

MSK Teil 1 – Frage 4

Radiologisch immer auf die Markraumbeschaffenheit und die Kortikalisstruktur in der Umgebung der Fraktur achten. Bei Verdacht auf eine maligne Grunderkrankung ist eine MRT obligat – eine pathologische Fraktur darf niemals als rein traumatisch abgetan werden. Eine traumatische Fraktur entsteht durch eine adäquate Gewalteinwirkung auf einen zuvor gesunden Knochen. Eine pathologische Fraktur entsteht durch ein Bagatelltrauma [...]

MSK Teil 1 – Frage 42026-05-03T15:05:59+02:00

MSK Teil 1 – Frage 1

Am Extremitätenskelett immer in zwei Ebenen röntgen! Die Impaktionsfraktur zeigt keine Aufhellungs-, sondern eine Verdichtungslinie – ein häufig übersehener Befund, zum Beispiel bei einer eingestauchten Schenkelhalsfraktur. Definition einer Fraktur:  Eine Fraktur ist eine Unterbrechung der Gewebekontinuität des Knochens durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung.

MSK Teil 1 – Frage 12026-06-15T09:06:25+02:00

MSK Teil 1 – Frage 2

Typ C bedeutet höchste Instabilität und führt fast immer zur operativen Indikation. Die AO-Kodierung erlaubt es, aus drei Zeichen (z.B. 32-A1) sofort auf Lokalisation, Segment und Schweregrad zu schließen.

MSK Teil 1 – Frage 22026-05-01T11:24:09+02:00
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