MSK Teil 2 – Frage 8
Die Chance-Fraktur ist eine horizontale Flexions-Distraktionsverletzung der Wirbelsäule, die alle drei Säulen nach Denis betrifft. Sie gilt als klassische Sicherheitsgurt-Verletzung und tritt typischerweise am thorakolumbalen Übergang (BWK 12–LWK 2) auf. Bei einem Frontalaufprall kippt der Rumpf plötzlich über einen fixierten Beckengurt. Die vorderen Strukturen werden dabei komprimiert, während die mittlere und hintere Säule durch den [...]
MSK Teil 2 – Frage 9
"SIT" für die drei Tuberculum-majus-Sehnen (Supraspinatus, Infraspinatus, Teres minor) + Subscapularis am Tuberculum minus.
MSK Teil 2 – Frage 10
Patte-Klassifikation der Sehnenretraktion: Stadium I bedeutet, dass der Sehnenstumpf noch nahe am Ansatz am Tuberculum majus liegt. Im Stadium II hat er sich bis auf Höhe des Humeruskopf-Scheitels zurückgezogen. Stadium III ist erreicht, wenn der Stumpf auf Höhe des Glenoids oder noch weiter medial liegt – das entspricht einer fortgeschrittenen, oft irreparablen Ruptur. Rotatorenmanschettenruptur [...]
MSK Teil 2 – Frage 11
Klassifikation der fettigen Degeneration der Rotatorenmanschettenmuskeln nach Goutallier: Grad 0 entspricht einem normalen Muskel ohne Fettsignal in T1. Grad I zeigt geringe Fettstreifen Grad II zeigt weniger als 50% Fettgewebe Grad III entspricht genau 50% Fettgewebe Grad IV mehr als 50% Fettgewebe Ab Grad III ist die Prognose nach operativer Naht deutlich schlechter.
MSK Teil 2 – Frage 12
Anteriore Schulterluxation Die vordere Schulterluxation ist die häufigste Gelenkluxation überhaupt. Bei ihr schlägt der Humeruskopf gegen den vorderen unteren Glenoidrand und verursacht zwei charakteristische Verletzungen: a: Hill-Sachs-Läsion (Pfeil) Durch den Aufprall des dorsalen Humeruskopfes auf den vorderen Glenoidrand entsteht eine Impressionsfraktur am dorsolateralen Humeruskopf. Im Röntgen ist sie als Delle erkennbar. In der CT ist [...]
MSK Teil 2 – Frage 13
SLAP Typ II ist am häufigsten! Die Abgrenzung eines normalen Foramen sublabrale (anatomische Variante anterior-superior) von einer echten Läsion ist anspruchsvoll. Hier hilft nur die MR-Arthrographie, da Kontrastmittel in eine echte Läsion eindringt, nicht aber in ein normales Foramen. SLAP = Superior Labrum Anterior to Posterior: Es handelt sich um einen Riss des oberen Labrums, [...]
MSK Teil 2 – Frage 14
Ein Ganglion (mukoide Zyste) im Verlauf des N. suprascapularis kann an zwei typischen Engstellen auftreten und dort zu einer Nervenkompression führen. Lokalisationen: Incisura scapulae: Der Nerv zieht hier unter dem Lig. transversum scapulae superius hindurch. Ein Ganglion an dieser Stelle komprimiert den Nerv vor Abgabe seiner motorischen Äste → betroffen sind M. supraspinatus und M. [...]
MSK Teil 2 – Frage 15
Das subakromiale Impingement entsteht durch eine mechanische Einengung des Subakromialraums, in dem die Supraspinatussehne zwischen Humeruskopf und dem korakoakromialen Bogen eingeklemmt wird. Dieser Bogen besteht aus Akromion, Ligamentum coracoacromiale und Processus coracoideus. Die chronische Kompression führt zu Sehnendegeneration, Bursitis subacromialis und schließlich zur Ruptur. Im Röntgen zeigt ein Humeruskopf-Akromion-Abstand < 7 mm die Enge an. [...]
MSK Teil 2 – Frage 16
Klassifikation nach Rockwood: Grad I bezeichnet eine Zerrung des AC-Bandes bei intakten Strukturen – die Schulter ist stabil und wird konservativ behandelt. Grad II zeigt einen Riss des AC-Bandes bei gezerrtem, aber intaktem CC-Band. Es besteht eine Subluxation, die meist noch konservativ behandelt werden kann. Grad III bezeichnet den vollständigen Riss beider Bänder (AC und [...]




