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MSK Teil 2 – Frage 17

Die 4-Fragment-Fraktur am Humerus ist hinsichtlich des Nekroserisikos direkt mit der vollständig dislozierten Schenkelhalsfraktur (Garden IV) vergleichbar – in beiden Fällen wird die Blutversorgung des Gelenkkopfes vollständig unterbrochen.

MSK Teil 2 – Frage 172026-05-31T09:46:53+02:00

MSK Teil 2 – Frage 18

Zur Wiederholung: Fat-Pad-Sign (Fettpolsterzeichen): Im seitlichen Röntgen des Ellenbogens werden die periartikulären Fettkörper durch einen traumatischen Gelenkerguss aus ihrer normalen Position gedrängt. Das vordere Fettpolster kann segelartig nach ventral-kranial verlagert sein (Sail Sign oder Segelzeichen). Das hintere Fettpolster ist physiologisch überhaupt nicht sichtbar – sein Nachweis ist daher immer pathologisch. Klinische Bedeutung (altersabhängig): Beim Erwachsenen [...]

MSK Teil 2 – Frage 182026-06-18T19:56:00+02:00

MSK Teil 2 – Frage 19

Monteggia = Ulnafraktur + Radiuskopfluxation, Cave Radialislähmung! Galeazzi = Radiusfraktur + Ulnaluxation (DRUG), Cave Membranriss.  Die Merkhilfe lautet: M wie Monteggia = Markant oben (Ulna gebrochen, Radiuskopf oben luxiert). Die Merkhilfe lautet: G wie Galeazzi = Ganz unten (Radius gebrochen, DRUG unten luxiert). Diagnostikregel: Bei jeder isolierten Unterarmfraktur muss eine Verletzung des Gelenks am anderen [...]

MSK Teil 2 – Frage 192026-05-31T09:57:56+02:00

MSK Teil 2 – Frage 21

Der Nachweis einer dorsalen oder volaren Luxation des distalen Radioulnargelenks in der Seitaufnahme ist jedoch nur bei exakt eingestellter Seitprojektion zuverlässig möglich; bereits geringe Rotationsfehler können die Beurteilung erheblich erschweren.   Essex-Lopresti-Verletzung Die Essex-Lopresti-Verletzung ist eine seltene Unterarmverletzung bestehend aus: Radiuskopffraktur Zerreißung der Membrana interossea Luxation des distalen Radioulnargelenks Sie entsteht durch axiale Krafteinleitung auf [...]

MSK Teil 2 – Frage 212026-06-15T09:02:08+02:00

MSK Teil 2 – Frage 22

Radiokapitelläre Linie im Kindesalter Da der Radiuskopf im Kindesalter noch nicht vollständig verknöchert und damit im Röntgen schwer zu beurteilen ist, ist die radiokapitelläre Linie das wichtigste Hilfsmittel zum Nachweis einer Radiuskopfluxation. Die Linie muss in beiden Ebenen (a.p. und seitlich) geprüft werden. Verläuft sie in einer Ebene nicht durch das Zentrum des Capitulum humeri, [...]

MSK Teil 2 – Frage 222026-05-31T10:10:07+02:00

MSK Teil 2 – Frage 23

Da die Blutversorgung von distal nach proximal verläuft, ist der proximale Pol bei proximalen Frakturen avaskular. Je proximaler die Fraktur, desto höher das Nekroserisiko des proximalen Pols. "Druckschmerz Tabatière + negatives Röntgen" → CT. Nicht warten! Eine verzögerte Diagnose führt zu Pseudarthrose (20–40%) und avaskulärer Nekrose des proximalen Pols. Die Scaphoidfraktur ist die häufigste Handwurzelfraktur. [...]

MSK Teil 2 – Frage 232026-06-15T09:02:36+02:00

MSK Teil 2 – Frage 24

Hier einmal die Übersicht der distalen Radiusfrakturen: Colles-Fraktur: Sie entsteht durch einen Sturz auf die extendierte Hand. Die Fraktur ist extraartikulär, und das distale Fragment ist nach dorsal disloziert – die Hand nimmt die typische Fourchette- oder Gabelstellung ein. Sie ist die häufigste distale Radiusfraktur und wird bei nicht dislozierten Formen konservativ behandelt. Smith-Fraktur: Sie [...]

MSK Teil 2 – Frage 242026-06-15T09:02:48+02:00

MSK Teil 2 – Frage 25

Beide Verletzungen entstehen als Kontinuum einer karpalen Instabilität, meistens durch einen Sturz auf die hyperextendierte Hand mit axialer Kraft.    Perilunäre Luxation versus Lunatum-Luxation Perilunäre Luxation (häufiger): Das Lunatum bleibt in seiner normalen anatomischen Position zur distalen Radiusgelenkfläche. Der gesamte distale Handwurzelblock (Capitatum und alle weiteren Knochen) luxiert jedoch nach dorsal (Pfeil). Im seitlichen Röntgen [...]

MSK Teil 2 – Frage 252026-06-18T19:57:55+02:00

MSK Teil 2 – Frage 26

Eine DISI-Fehlstellung (DISI = dorsal intercalated segment instability) entsteht häufig in Folge einer in Fehlstellung nach dorsal verkippten distalen Radiusfraktur, nach einer Scaphoidfraktur oder nach einer Verletzung der dorsalen Anteile des SL-Bands (Lig scapholunatum). Die Handwurzelknochen zeigen im seitlichen Röntgenbild die charakteristische Fehlrotation ("DISI-Stellung"). Durch diese Fehlstellung werden die Gelenkflächen des Radius sowie der Handwurzelknochen [...]

MSK Teil 2 – Frage 262026-05-31T10:48:55+02:00
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