Open to access this content

MSK Teil 5 – Frage 18

Als Akroosteolyse bezeichnet man die Resorption der Endphalangenkuppen der Finger. Radiologisch erscheinen die Fingerspitzen abgerundet, ausgefranst oder vollständig resorbiert. Drei wichtige Differenzialdiagnosen: Hyperparathyreoidismus (HPT): Akroosteolysen durch PTH-getriebene Knochenresorption. Begleitend finden sich subperiostale Resorptionen an der Radialseite der Mittelphalangen und ein "Pfeffer-und-Salz"-Schädel. Sklerodermie (systemische Sklerose): Akroosteolysen durch vaskuläre Minderperfusion der Fingerkuppen. Charakteristisch sind gleichzeitig auftretende Weichteilverkalkungen [...]

MSK Teil 5 – Frage 182026-08-15T09:33:28+02:00

MSK Teil 5 – Frage 19

Die ossäre Sarkoidose betrifft in ca. 5% aller Sarkoidose-Patienten das Skelett. Der M. Jüngling bezeichnet die ossäre Beteiligung der Finger und Zehen als häufigste Knochenlokalisation. Typische Lokalisation: Die kurzen Röhrenknochen der Hände und Füße (Phalangen) sind am häufigsten betroffen. An der Wirbelsäule und im Becken sind Läsionen seltener. Radiologisches Bild: Ein grobmaschiges, netzartiges Umbauvorgänge der [...]

MSK Teil 5 – Frage 192026-08-15T09:33:28+02:00

MSK Teil 5 – Frage 20

"Don't touch"-Läsion: Wenn das Bild klassisch ist (Kerzenwachs, einseitig, folgt der Kortikalis), ist eine Biopsie nicht nötig. Das charakteristische Muster reicht für eine sichere Diagnose. Die Melorheostose ist eine seltene, gutartige dysplastische Sklerosierung, bei der sich dichte Knochenmasse einseitig (monostotisch) entlang der Kortikalis ausbreitet, oft entlang eines Dermatoms. Leitsymptom: Bild von herabtropfendem Kerzenwachs („flowing wax") [...]

MSK Teil 5 – Frage 202026-08-15T09:33:28+02:00

MSK Teil 5 – Frage 21

Die Osteopoikilose ist eine seltene, harmlose Skelettanomalie mit autosomal-dominanter Vererbung. Sie zeigt sich radiologisch als multiple, kleinfleckige, scharf begrenzte Skleroseinseln (Enostome) im gesamten Skelett – besonders gelenknahe an Becken, Femur, Tibia und in den kleinen Wirbelgelenken. Radiologisches Bild: Die Läsionen erscheinen als homogene, dichte, runde bis ovale weiße Flecken, oft symmetrisch verteilt. Sie erinnern an [...]

MSK Teil 5 – Frage 212026-08-15T09:33:28+02:00

MSK Teil 5 – Frage 22

Die Fluorose entsteht durch eine chronische Fluorid-Überdosierung, meist bedingt durch fluoridhaltiges Trinkwasser oder industrielle Exposition. Das Leitsymptom ist eine diffuse, massive Osteosklerose des gesamten Skeletts, die an Wirbelsäule und Becken besonders ausgeprägt ist, wobei der Knochen radiologisch kreideweiß erscheint. Zusätzlich finden sich ausgeprägte Enthesopathien, also Verknöcherungen der Bandansätze. Osteoblastische (sklerosierende) Knochenmetastasen entstehen durch eine metastasenbedingte [...]

MSK Teil 5 – Frage 222026-08-15T09:33:28+02:00

MSK Teil 5 – Frage 23

Knocheninfarkt = Metaphyse/Diaphyse = klinisch stumm.  Nekrose = Epiphyse = klinisch relevant. Die Lokalisation entscheidet über die klinische Bedeutung. Knocheninfarkt – metaphysär oder diaphysär: Der Knocheninfarkt entsteht in der Metaphyse oder Diaphyse, also abseits der Gelenkfläche. Da dieser Bereich keine tragende Funktion für den Gelenkknorpel hat, bleibt er klinisch oft stumm. Radiologisch zeigt sich im [...]

MSK Teil 5 – Frage 232026-08-15T09:33:28+02:00

MSK Teil 5 – Frage 25

Die transiente Osteoporose (Knochenmarködem-Syndrom) ist eine schmerzhafte Erkrankung unbekannter Genese mit diffusem Knochenmarködem des Hüftkopfes und -halses. Es betrifft bevorzugt Männer mittleren Alters und Frauen im 3. Trimenon der Schwangerschaft. MRT-Befund: Ein diffuses, massives Knochenmarködem im Femurkopf und -hals – T1-hypointens, STIR-hyperintens. Das Ödem ist im Gegensatz zur avaskulären Nekrose diffus und nicht fokal begrenzt. [...]

MSK Teil 5 – Frage 252026-08-15T09:33:28+02:00

MSK Teil 5 – Frage 26

Der Morbus Ahlbäck ist eine idiopathische aseptische Osteonekrose des medialen Femurkondylus beim Erwachsenen. Er betrifft bevorzugt Frauen über 60 Jahren und ist durch einen plötzlichen, belastungsabhängigen Knieschmerz charakterisiert. Bildgebung: Im frühen Stadium ist das Röntgen negativ. Die MRT zeigt ein fokales Knochenmarködem und eine subchondrale Frakturlinie im medialen Femurkondylus. Im späten Stadium entstehen subchondrale Zysten [...]

MSK Teil 5 – Frage 262026-08-15T09:33:28+02:00

MSK Teil 5 – Frage 27

Die Szintigraphie ist sensitiv, aber wenig spezifisch. Fast jede ossäre Pathologie (Trauma, Entzündung, Tumor, Degeneration) führt zu einer Mehranreicherung. Die Spezifität kommt durch das klinische Bild und die Kombination mit anderen Modalitäten.

MSK Teil 5 – Frage 272026-08-15T09:33:28+02:00
Go to Top